Magdeburg l Das Hochwasser 2002 hatte der Ruder-Club am Seilerweg noch einigermaßen überstanden, 2013 dann war das Gelände des Clubs von der Jahrhundert-Flut komplett verwüstet und das Clubhaus im Grund zerstört worden. Das Gebäude stand zwar noch, war aber nicht mehr nutzbar.

Davon war am Sonnabend nichts mehr zu sehen. Der Verein hatte zum mittlerweile 27. Maifest eingeladen und konnte die offizielle Einweihung des aufwendig sanierten Clubhauses feiern.

Fördermittel vom Land bekommen

Insgesamt haben die Vereinsmitglieder rund 800 Arbeitsstunden geleistet, um das Vereinsheim wieder flott zu machen. Vor allem, so Club-Präsident Mario Wille, musste massenweise Schutt beseitigt, Fußböden, Fenster und vieles mehr herausgenommen werden. Heizung- und Sanitäranlagen waren unbrauchbar geworden. Glück im Unglück: Der Club konnte als Flutopfer Fördermittel beim Land beantragen und dann ab 2015 gezielt die Sanierung Gebäudes in Angriff nehmen.

Erleichtert wurde dies, da es im Club mehrere Baufachleute gibt, wie etwa Architekt Matthias Rau, der die Plaungen in die Hände nahm. Auch haben weitere Planungsbüros den Verein einige ihrer Leistungen als Spende zur Verfügung gestellt. Die eigentlichen Bauarbeiten mussten aber wegen der Fördermittel öffentlich ausgeschrieben werden. Rund 400.000 Euro hat am Ende die Sanierung des Clubhauses gekostet, ein Jahr haben Planungen und Bauarbeiten gedauert.

Schutz vor neuer Flut

Dabei hat der Club nicht nur einige Bereiche, wie etwa den Kraftraum und die Sanitäranlagen neu konzipiert, sondern auch an die Zukunft gedacht. „Alle Baumaterialien und Anlagen sind so ausgewählt und eingebaut, dass sie hochwassersicher sind“, sagt Matthias Rau. Das heißt, sollte es wieder zu einem Elbehochwasser kommen, bräuchte das Clubhaus nur ausgeräumt und nach dem Abfließen des Wassers wieder sauber gemacht werden.

OB Lutz Trümper sagte, dass Magdeburg immer mit der Elbe und mit der Gefahr eines Hochwassers rechnen und leben müsse. Der Ruder-Club habe sich darauf eingestellt und mit der Clubhaus-Sanierung auch an die Gefahren des Flusses gedacht. Für Club-Präsident Wille war es noch wichtig, sich bei der Stadt, bei den 14 Baufirmen und vor allem bei den Vereinsmitgliedern für die sehr gute Arbeit und Unterstützung zu bedanken.