Gladigau l Dem Premierenabend fiebern die Anhänger des beliebten altmärkischen Ensembles schon erwartungsvoll entgegen. Für die acht Darsteller und die Crew hinter den Kulissen aber hat die Arbeit längst begonnen. Seit dem 29. August 2016 laufen die Proben. Jetzt ist quasi Halbzeit in der Vorbereitungsphase und Regisseur Norbert Lazay ist zufrieden mit dem Stand der Probenarbeit.

„Durchschnittlich 40 bis 45 Proben-Abende haben wir in jeder Spielzeit. In diesem Jahr gab es, so wie auch 2016, mehrere Einzelproben. Das hat auch damit zu tun, dass wieder Mitwirkende dabei sind, die zum ersten Mal auf der Bühne stehen – André Grothe und Bernd Zimmermann.“

Beide bemühen sich sehr, um den hohen Anforderungen gerecht zu werden, so Lazay. Unterstützung und manchen guten Tipp bekommen sie von den anderen sechs Darstellern des aktuellen Stücks – Beate Henning, Simone Wiesner, Christine Neumann, Petra Kaufmann, Torsten Dahms und Danny Schulz. Sie verfügen schon über einen reichen Erfahrungsschatz als Dorftheater-Darsteller, denn die meisten von ihnen sind schon seit Jahren dabei.

Rund zwei Monate sind es nun noch bis zur Premiere Anfang März. Diese Frist nutzen alle, die vor und hinter der Bühne aktiv sind, um die neue Spielzeit bestmöglich vorzubereiten. Regelmäßig finden die wöchentlichen Probenabende statt und in der letzten Woche dann, wie es schon eine gute und sinnvolle Tradition ist, wird sogar jeden Abend geprobt. Auch jene Mitglieder des Dorftheaters, die für Maske oder Technik verantwortlich zeichnen, sich um das Bühnenbild und die Requisiten kümmern, sind schon fleißig am Wirbeln, damit auch die 15. Spielzeit wieder ein voller Erfolg wird.

Am Montag dieser Woche stand der dritte Akt im Mittelpunkt. Dabei hatten mehrere Darsteller, unter anderem André Grothe, Bernd Zimmermann und Danny Schulz, einen hitzigen Dialog zu führen, bei dem Tonfall und Lautstärke eine besondere Rolle spielten. Immer wieder unterbrach der Regisseur die Akteure und ließ sie Passagen, mit denen er noch nicht zufrieden war, wiederholen. Dass es hierbei auch zu Versprechern kam, sorgte für große Erheiterung unter den anderen Darstellern, die außerhalb der Probebühne das Geschehen beobachteten. Nachdem dann aber ihr Stichwort gefallen war, griffen sie dann selbst in die Handlung ein.

Besonders aufmerksam hörte Souffleuse Brunhild Wegner zu, denn sie muss sofort reagieren und einspringen, wenn einer der Darsteller seinen Text vergessen hat.

Norbert Lazay schaute ebenfalls konzentriert zu und hielt die Fäden der Inszenierung sicher in seinen Händen. Immer wieder stand er vom Regiestuhl auf und spielte den Beteiligen vor, wie er sich ihr Agieren wünscht. Alle bemühten sich, seine Hinweise umzusetzen.

Nach und nach klappte es immer besser und das Streitgespräch kam so richtig in Fahrt. Im Laufe des Abends tritt die Spielfreude der acht Akteure zunehmend zu Tage und auch über das Gesicht des Regisseurs huschte so manches Lächeln. Man spürte, dass hier Menschen am Werke sind, denen ihr kleines Theater am Herzen liegt und die das Publikum wieder bestmöglich unterhalten wollen.