Schönebeck l Dunkel hat sich der Himmel am Donnerstag gegen 14 Uhr in und um Schönebeck bezogen. Zuerst kam der Sturm, dann der Regen. Ein heftiges Unwetter sorgte dafür, dass bei den Feuerwehren pausenlos die Hilferufe eingingen, vornehmlich wegen umgestürzter Bäume. Auf der Straße zwischen Plötzky und Pretzien ging zeitweise gar nichts mehr. Mehrere vom Sturm umgeworfene Bäume blockierten den Weg.

120 Feuerwehrleute

„Erst gab es einzelne Einsätze, dann nahm die Anzahl der Schadensfälle schlagartig zu“, sagte Schönebecks Stadtwehrleiter Uwe Tandler am Abend gegenüber der Volksstimme. Er koordinierte federführend in einer in der Schönebecker Feuerwehr in der Tischlerstraße geschaffenen Einsatzleitstelle die jeweiligen Einsätze. Als Schwerpunkt nannte Tandler Ostelbien. Deshalb seien zwei Einsatzabschnitte gebildet worden: Ost und West. Bis auf ein Fahrzeug waren alle bei den Schönebecker Stadtteil- und Ortswehren zur Verfügung stehenden Einsatzwagen in Ostelbien unterwegs. 120 Feuerwehrleute aus allen Wehren waren im Einsatz, allein in Plötzky, Pretzien und Ranies gab es bis Redaktionsschluss 32 Einsätze. „Das konnten wir nur nach und nach abarbeiten“, stellte Uwe Tandler klar. Am Nachmittag rechnete die Feuerwehr noch mit einer zweiten Unwetterwelle, die der Deutsche Wetterdienst für möglich erachtet hatte. Diese Welle blieb dann jedoch aus.

Bis Einbruch der Dunkelheit

Die Einsatzkräfte der Feuerwehr waren bis zum Einbruch der Dunkelheit im Einsatz, oft musste rasch entschieden werden, oft ein schräg stehender Baum gefällt wird oder ob das nicht unbedingt sofort nötig ist. Zudem gab es in Ostelbien nach einem Blitzeinschlag einen Stromausfall. „Wir sind bei der Schadensbehebung hervorragend unterstützt worden von Thomas Bolz, dem technischen Leiter der Stadtwerke Schönebeck“, lobte der Stadtwehrleiter. Er sprach von „jeder Menge Sachschäden“: Dächer wurden abgedeckt, Bungalows beschädigt, parkende Autos von herabfallenden Ästen getroffen. Auch Oberbürgermeister Bert Knoblauch war am Abend in der Einsatzleitstelle vor Ort, ebenso drei weitere Mitarbeiter der Stadtverwaltung.

Bilder

Auch im Raum Barby, Calbe und Bördeland sind die Feuerwehren im Dauereinsatz gewesen. Umgekippte Bäume und abgebrochene Äste auf Straßen und Dächern – aber alles ohne Personenschaden, versichert eine Mitarbeiterin der Leitstelle auf Volksstimme-Nachfrage.