London (dpa/vs) I Ist die japanische Figur Hello Kitty keine Katze? Mit ihrem Schleifchen am Scheitel und pinkfarbenen Kleidern ist Hello Kitty - zu Deutsch "Hallo Kätzchen" - vor allem vielen Mädchen als niedliches Kätzchen ohne Mund lieb und teuer. Jahr für Jahr spült sie dem japanischen Sanrio-Konzern Milliarden in die Kassen. Was jedoch kaum jemand ahnte: Hello Kitty ist gar kein Kätzchen, sondern ein Schulkind namens Kitty White, das bei London lebt. Das jedenfalls behauptet die Anthropologin Christine Yano von der Universität Hawaii und beruft sich dabei auf den Rechte-Inhaber. Im Internet löste die Aussage Riesenwirbel aus.

"Sie ist ein kleines Mädchen. Sie ist ein Freund. Aber sie ist keine Katze", schilderte Yano, die das Phänomen jahrelang untersuchte und bislang selbst immer davon ausging, Hello Kitty sei ein Kätzchen. Der japanische Rechte-Inhaber habe aber ihr Informationsmaterial für eine Ausstellung im Japanese American National Museum in Los Angeles korrigiert: Hello Kitty sei trotz mancher Abbildung mit Schnurrhaaren keine Katze. Es gebe keine einzige Darstellung von Hello Kitty auf allen Vieren.

Die aufsehenerregende Nachricht über Hello Kittys Identität erfolgt just im Jahr ihres 40. Geburtstages. Heute ist sie eine internationale Stil-Ikone mit zehntausenden Produkten in aller Welt. In Japan betreibt Sanrio Hello-Kitty-Erlebnisparks, in Taiwan soll es sogar eine Geburtsklinik geben, in der Frauen umgeben von Hello-Kitty-Figuren entbinden - vermutlich, wenn sie ein Mädchen erwarten.