Magdeburg (ksi) l Halbschuhe für Kinder sind oft stark mit Schadstoffen belastet. Das hat eine Untersuchung der Zeitschrift "Ökotest" ergeben. Von 13 getesteten Paaren war nur eines akzeptabel, die Sneaker "High, Velour, Rock" der Firma Richter erhielten die Note "Befriedigend", alle anderen wurden mit mangelhaft abgestraft.

In neun Schuhen wurde beispielsweise der Farbstoffbestandteil Anilin festgestellt, der unter Krebsverdacht steht. Auch polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK), die als krebserregend gelten, wurden in drei Schuhen mit erhöhten Werten festgestellt. Sie sollen Gummi oder Kunststoffe am Schuh weich machen. Immerhin enthielt kein getesteter Schuh Chromat, das alles krebserregend gilt und für Allergiker problematisch ist. Allerdings gab es Rückstände von Chrom in manchen Schuhen, als Folge der Gerbung. Dazu gehörte auch ein Schuh der Marke Geog, der ausdrücklich als chromfrei beworben wurde. Zwei Schuhe hielten außerdem im Praxistest nicht stand. Nach der Dauerbiegeprüfung hatte ein grauer Bärenschuh mit Klettverschluss von Deichmann starke Risse im Profilansatz. Als noch weniger belastbar erwies sich ein Kindersneaker "Denim war" von C A, dessen Sohle schon nach weniger als der Hälfte der Biegungen durchbrach. Wie Ökotest berichtet, hat C A sofort reagiert und den Schuh aus dem Verkauf genommen.

Aufgrund der nach wie vor hohen Schadstoffbelastung raten die Experten von Ökotest, dass Kinder in Sneakern lange Socken tragen sollten, damit die Haut nicht direkt mit dem Schuh in Kontakt kommt.