Nein, zu beneiden ist Markus Lanz derzeit nicht. Eine Welle der Ablehnung schlägt dem Moderator entgegen. Natürlich muss jemand, der sich in die Öffentlichkeit begibt, mit Kritik leben. Und auch über den Moderationsstil lässt sich diskutieren. Das ist zum großen Teil Geschmackssache. Doch im Umgang mit Markus Lanz läuft etwas schief.

Eine Petition im Internet fordert: "Markus Lanz raus aus meiner Rundfunkgebühr". Aus der Anonymität heraus lassen sich solche Forderungen leicht stellen, einschließlich hämischer Kommentare. Nicht alles, was im Fernsehen läuft, kann allen Zuschauern gefallen. Ich könnte auch gut auf die "Lindenstraße" verzichten. Hinzu kommt die unverhältnismäßig große Aufmerksamkeit für "Wetten, dass ...". Jede Bewegung wird interpretiert. Das chauvinistische Gegrabsche und Verhaspeln des Vorgängers Thomas Gottschalk scheinen vergessen. Vielleicht ist nach 30 Jahren Show nicht der Moderator sondern das Konzept das Problem.