Die Otto Baskets sind ein großes Risiko eingegangen - und sind letztlich für ihren Mut nicht belohnt worden. Sportlich hat die kurzfristig zusammengestellte und im Saisonverlauf mehrfach umgekrempelte Mannschaft aus Magdeburg in der 2. Basketball-Bundesliga Pro A fast bis zum letzten Spieltag mithalten können, ehe der Abstieg besiegelt war.

Besonders bitter: In der entscheidenden Saisonphase wurden Magdeburg zwei Punkte abgezogen, weil finanzielle Auflagen des Verbandes nicht erfüllt worden waren. Das hinterlässt einen faden Nachgeschmack, weil Magdeburg erst aufgrund der Finanzprobleme in Düsseldorf dank einer Wildcard überhaupt in die 2. Liga gerückt war.

Zwar haben die Verantwortlichen aus dem Nichts einen beachtlichen Etat gestemmt, ihnen ist es aber nicht gelungen, Basketball in Magdeburg als Zuschauermagnet zu etablieren - die Besucherzahlen blieben weit hinter den Erwartungen zurück. Grund zum Aufgeben ist das alles aber nicht. Die Otto Baskets brauchen jetzt neben Mut auch einen langen Atem - damit in Zukunft sportliche und wirtschaftliche Entwicklung Hand in Hand gehen.