Die Creme der internationalen Politik trifft sich heute bei den D-Day-Gedenkfeiern an der französischen Atlantikküste. Ein guter Anlass, über die Friedensstiftung in der Ukraine zu reden. Das wird passieren, wenn auch leider nur ansatzweise. Wer hier mit wem redet, dokumentiert die Gegensätze zwischen den Akteuren in dieser schwersten Krise in Europa seit 25 Jahren.

Kanzlerin Angela Merkel will es weiter mit Diplomatie versuchen. Sie hat einen Gesprächstermin mit dem russischen Präsidenten Putin ausgemacht. US-Präsident Barack Obama hingegen will mit dem Kremlchef nicht reden. Die Amerikaner haben gegenüber Moskau alle Schotten dichtgemacht. Sie ärgern sich über die deutsche Nachsicht. Sollten Obama und Putin sich doch in eine Sesselecke zurückziehen, wäre dies eine dicke Überraschung.

Der neue ukrainische Präsident Petro Poroschenko wiederum würde nur allzugern mit Putin die Lage in seiner Heimat erörtern. Ein neuer Dialog zwischen Kiew und Moskau könnte der Schlüssel zur Krisenlösung sein. Doch hier bremst Putin: Bloß keine übermäßige Aufwertung des Ukrainers. Politik