Sachsen-Anhalts Grundschüler können sich freuen. Süß gefüllte Schultüten liegen bereit - und gut vorbereitet sind auch die Grundschulen. Ihre Unterrichtsversorgung liegt im Landesschnitt bei 106 Prozent: Es sind genügend Lehrerinnen im Dienst, um den vorgesehenen Unterricht auch tatsächlich zu erteilen - selbst dann, wenn Kolleginnen ausfallen. Dazu beigetragen hat, dass sich das Land unter Schmerzen von 31 Grundschulen getrennt hat.

Die Schüler der weiterführenden Schulen haben schlechte Aussichten: keine Süßigkeiten - und eine Unterrichtsversorgung, die nur auf dem Papier gut aussieht. Dass 100,6 Prozent bei den Gymnasien ausreichen, ist eine Illusion. Sachsen-Anhalts Lehrer sind alt, im Schnitt 51 Jahre. Der Krankenstand ist hoch. Vor allem in kleinen Schulen wird schon die übliche Grippewelle Stundenpläne zerfleddern, von schweren Erkrankungen ganz zu schweigen. Ausreichend Personal wollte die Landesregierung nicht bezahlen. Die Quittung wird folgen.