Wer den Deutschen Schulpreis gewinnt, kann sich vor Lob und Anfragen kaum noch retten. Es ist der Oscar im deutschen Bildungswesen - und eine Schule aus Sachsen-Anhalt ist in der engeren Auswahl. Merkwürdig nur: Im Magdeburger Kultusministerium sieht man eben diese Vorbild-Schule als Risiko für eine ordentliche Bildung. Wer hat nun recht?

Tatsächlich liegen beide Seiten daneben. Die Schulpreis-Jury stützt ihre Vorauswahl allein auf vorgelegte Konzepte, auf Papier. Wenn sich aber aus ganz Sachsen-Anhalt nur vier Schulen bewerben, darf die Jury nicht schon ihre Vorauswahl zur Eliteschule hochjubeln. Sonst steht sie blamiert da, wenn - wie hier im Fall der Jeetzeschule - Probleme auftauchen. Unverständlich ist aber auch, warum das Kultusministerium so restriktiv bei der Zulassung von Lehrern ist.

Eine Spitzen-Schule gibt es nur mit engagierten Pädagogen. Das Land darf solche Menschen nicht länger zurückweisen.