Man mag sich in diesen Tagen an die Zeiten in den 1990er Jahren erinnern, als der einstige Staatskonzern Telekom an die Börse ging. Die Aktien waren damals so gefragt, dass sie limitiert zugeteilt wurden. Das Wort der Volksaktie machte die Runde. Inzwischen ist nach der Finanzmarktkrise Ernüchterung eingezogen. Zehntausende haben an den Börsen in den 2000er Jahren nicht nur Geld gemacht, sondern auch verloren. Der neue Börsenrausch verspricht wiederum hohe Renditen für Anleger. Und nicht wenige Skeptiker warnen vor einer neuen Finanzblase und sprechen von einer ungesunden Entwicklung.

Im Grunde betreibt die Europäische Zentralbank mit ihrer Nullzinspolitik und Geldflutung in Europa keine andere Politik als die Amerikaner. Mit erheblichen Risiken, wie die Immobilienkrise dort lehrt. Am Ende musste der Steuerzahler eingreifen und Banken retten. Diese Gefahr ist nicht gebannt. Auch wenn die EU den Banken ein paar Ketten angelegt hat.