Das Bemühen um Aufklärung über den Unrechtsstaat DDR darf nicht nachlassen. Darüber sind sich Opferverbände, Schulen und Behörden einig. Zeitzeugen sind dabei nach wie vor unentbehrlich, doch ihr Einsatz in Schulen und Gedenkstätten muss besser organisiert werden.

Viele Zeitzeugen sind inzwischen sehr alt geworden und haben auch nicht immer das notwendige pädagogische Geschick, jungen Menschen das Leben in der DDR nachvollziehbar aufzuzeigen. Da wird - was verständlich ist - ausschließlich das Grauen heraufbeschworen, das sie am eigenen Leib erfahren mussten. Oft haben Schüler aber von ihren Eltern und Großeltern ganz was anderes über die DDR gehört. Lüge, Übertreibung?

Den Erfahrungsschatz von Zeitzeugen durch Schulung und Einordnung professionell nutzen, das ist ein neuer Weg, der in Sachsen-Anhalt mit ersten spürbaren Erfolgen begangen wird. (Sachsen-Anhalt)