Da hat die Kultus-Spitze zweifelsfrei Recht: Sekundarschulen müssen nicht schlechter sein als Gymnasien, genauso wenig wie Realschulabschlüsse per se weniger taugen als das Abitur. Sekundarschulen sind sogar in puncto Förderung sicherlich breiter aufgestellt als Gymnasien. Es reicht aber nicht aus, mehr Schüler zum Besuch von Sekundarschulen zu bewegen. Mehr denn je kommt es heute darauf an, möglichst viele Schüler zu möglichst guten Abschlüssen zu führen. Das erfordert allein schon die sinkende Zahl von Schulabgängern.

Wichtig ist, dass Schulen Schüler mitnehmen, von Anfang an und bis zum Abschluss. Schüler auszusortieren, zurückzustufen und abzuschulen läuft diesem Anspruch zuwider. Vonnöten sind daher neue pädagogische Konzepte und konsequente Lehrerfortbildungen. Erst nach solchen Reformen macht es Sinn, für Sekundarschulen zu werben.