Für Winzersekt werden nach Angaben des Weinbauverbandes Saale-Unstrut in der Regel die Trauben aus den eigenen Weinbergen des Winzers verwendet. Er soll die persönliche Handschrift des Weinbauers tragen und ist meist rebsortenrein - das heißt, der Sekt stammt aus einer Rebsorte.

Hergestellt wird Winzersekt aus einem Grundwein meist nach der traditionellen oder auch klassischen Flaschen- gärmethode. Dieses Verfahren gilt als besonders aufwendig. So muss der Grundwein in die Sektflasche gefüllt und durch erneute Zugabe von Hefe sowie Zucker zur zweiten Gärung gebracht werden.

Dann muss der Sekt mindestens neun Monate im dunklen und kühlen Keller reifen. Danach kommen die Flaschen kopfüber in Rüttelpulte. Vier Wochen lang müssen die Flaschen darin täglich nach einer gewissen Systematik gedreht und zugleich immer mehr aufgerichtet werden.

Danach wird der Hefepfropfen wieder in einem speziellen Verfahren, zum Beispiel mittels Kältebad, durch den Druck der Kohlensäure aus der Flasche geschleudert. Anschließend wird die Flasche mit einem Korken und einem Drahtgeflecht - Agraffe - verschlossen.

Ursprünglich stammt das Verfahren aus Frankreich. (dpa)