Berlin (dapd). Menschen, die unter Allergien leiden, müssen sich schon auf Pollenflug einstellen. Die ersten, für Heuschnupfenpatienten lästigen Pollen von Haselnuss und Erle wurden in Messstellen der Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst (PID) unter anderem im Rhein-Main-Gebiet, in Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Berlin festgestellt. Insgesamt erwarten die PID-Fachleute für dieses Jahr eine eher starke Birkenpollensaison, eine normale Gräser- und Roggenpollensaison und eine verlängerte Saison von Kräuterpollen wie Beifuß und Ambrosia. Blütenstaub ist für die Auslösung von allergischem Schnupfen und allergischem Asthma verantwortlich. Nasenspray, Augentropfen oder Tabletten, die Betroffene sich in der Apotheke holen können, helfen meistens recht gut und wirken sich im Regelfall nicht auf das Fahrvermögen aus. Sicherheitshalber sollte aber der Arzt oder Apotheker auf den Verwendungszweck angesprochen und nach Nebenwirkungen gefragt werden.

Wer am Steuer von einem "Allergie-Schub" überrascht wird, dem empfehlen Fachleute des TÜV-Süd, die Fahrt aus Sicherheitsgründen abzubrechen.

Um Pollen erst gar nicht ins Autoinnere gelangen zu lassen, empfehlen sich Pollenfilter. Aktuelle Fahrzeugmodelle sind bereits vielfach damit ausgestattet, ältere Autos lassen sich in der Regel in einer Fachwerkstatt nachrüsten. Die Pollen- oder Partikelfilter sitzen üblicherweise unterhalb der Windschutzscheibe hinter dem Gebläse und fangen die Pollen auf ihrem Weg ins Fahrzeuginnere ab.

Das Schiebedach muss natürlich geschlossen bleiben, damit der Pollenfilter des Fahrzeugs auch wirken kann. Mantel oder Jacke sollten wegen der anhaftenden Pollen im Kofferraum verstaut werden.