Berlin/Tokio (epd) l Im weltweiten Vergleich lebt es sich in Norwegen am besten. Der ölreiche skandinavische Wohlfahrtsstaat belegt für 2013 erneut den ersten Platz des Indexes der menschlichen Entwicklung, wie das UN-Entwicklungsprogramm (UNDP) am Donnerstag in Tokio mitteilte. Auf Platz zwei liegt Australien, dahinter folgen die Schweiz, die Niederlande und die USA. Deutschland belegt Rang sechs. Von 2012 auf 2013 gab es nur geringe Veränderungen bei den vorderen Rängen.

Insgesamt wurden 187 Länder für die Erhebung bewertet. Laut UNDP ist der Index ein zusammengesetztes "Maß für das menschliche Wohlergehen". Kriterien sind die Lebenserwartung, die Alphabetisierung, die Einschulungsquote und das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf.

Am unteren Ende der Rangliste liegen zehn Länder in Afrika südlich der Sahara. Auf Platz 178 ist Mosambik vor Guinea, Burundi, Burkina Faso und Eritrea. Die letzten fünf Plätze belegen Sierra Leone, Tschad, die Zentralafrikanische Republik, die Demokratische Republik Kongo und Niger.

Die stärksten Rückgänge im Index gab es den Verfassern der UN-Erhebung nach in der Zentralafrikanischen Republik, Syrien oder Libyen. In allen drei Staaten führten anhaltende gewaltsame Konflikte zu sinkenden Einkommen und einer sich deutlich verschlechterten Lebensqualität.