Die Unabhängige Wählergemeinschaft (UWG) der Einheitsgemeinde Biederitz geht mit klaren politischen Vorstellungen in das neue Jahr, in dem auch die Wahlen der Ortschaftsräte und des Gemeinderates anstehen.

Biederitz l "Sparen, sparen, sparen wird es auch im Jahr 2014 wieder heißen. Keine einfache Aufgabe, die der Gemeindebürgermeister und die Verwaltung in diesem Jahr, und auch in den folgenden Jahren, zu meistern haben. So werden auch die Räte 2014 vor schwierigen Entscheidungen stehen. Sparen ja, aber Stillstand in der Entwicklung der Gemeinde nein. Kompromisse sind vorprogrammiert," blickt Volker Prietz, der Vorsitzende der UWG, in die Zukunft.

Alle Interessen und Bedürfnisse gleichermaßen befriedigen zu können, bleibt Wunschdenken. Prietz rät, richtiges Augenmaß und Weitblick zu beweisen, damit die zukünftigen Beschlüsse auch große und kostenintensive Projekte auf den Weg bringen können, ohne die Gemeinde ins finanzielle Desaster und in eine Zwangsverwaltung zu steuern. Dass derartige Negativentwicklungen in Deutschland möglich sind, haben erste Beispiele leider schon gezeigt, auch in Sachsen-Anhalt, fügt der Kommunalpolitiker an.

Eine solide Haushalts- und Finanzpolitik der Einheitsgemeinde ist also ein absolutes Muss. Der Sparzwang ist die eine Seite. Andererseits muss aber auch nach Möglichkeiten zur Verbesserung der Einnahmensituation gesucht werden. Prietz: "Eine verbesserte Verkehrsanbindung an die Bundesstraße 1, wie derzeit geplant wird, und somit eine perspektivische Erweiterung des Gewerbegebietes Heyrothsberge/Königsborn sind schon einmal ein Weg in die richtige Richtung."

Die Erwartungen der Bürger sind zweifellos, dass es vorwärts gehen wird, schätzt die UWG ein. Eine Gemeinde dieser Größenordnung muss es schaffen, ihre Infrastruktur weiterzuentwickeln, um auch für die nächsten Generationen attraktiv und lebenswert zu sein. Nur so ist Wachstum in einer Zeit des problematischen demografischen Wandels möglich. Natürlich stehen dabei die Sicherung und der Ausbau der Möglichkeiten für Bildung und Erziehung ganz oben auf der Liste. Aber Lebens- und Wohnqualität bildeten sich zum Beispiel auch in Faktoren wie Straßennetze, Umfeldgestaltung, Feizeitangebote oder geografische Lage ab, meint Volker Prietz.

Gerade unsere Lage mit seinen Verkehrsanbindungen, der Nähe zur Landeshauptstadt und gleichzeitig zu einer reizvollen Natur ist ein bedeutender Faktor für unsere Gemeinde. Die Gefahr des Hochwassers, die regelmäßig unsere Gemeinde bedroht, ist mit dem Deichbau in Biederitz weitestgehend gebannt, schätzt Prietz ein. "Die extreme Hochwassersituation im letzten Jahr habe aber gezeigt, dass das neue Bauwerk nur begrenzt Schutz bietet und darüber hinaus die älteren Deichanlagen um Gerwisch dringend saniert werden müssen", fordert das Mitglied des Biederitzer Gemeinderates.

Somit werde die Sicherung der Gemeinde gegen Hochwässer die Kommunalpolitikern auch in Zukunft weiter intensiv beschäftigen. Insofern könne auch die Forderung nach einem Schöpfwerk in Gübs nachvollzogen werden, meint Volker Prietz.