Burg/Leipzig (re) l Zwölf Hunde-sportler hatten sich jetzt beim Hundesportverein Knauthain (bei Leipzig) zur Obedience-Prüfung gemeldet: Mit dabei Birgit Richter vom Hunde-sportverein Burg mit ihrer Rottweilerhündin "Shila vom Mohr-Hof". Die Beiden wurden mit 261,5 Punkten Gruppensieger.

Obedience ist keine neue Modeerscheinung im Hundesport, sondern wird in England und den skandinavischen Ländern schon mehrere Jahrzehnte ausgeübt. Wörtlich übersetzt bedeutet Obedience Gehorsam, Fügsamkeit oder auch Gefügigkeit. Bei Obedience-Prüfungen wird das kooperative Verhalten des Hundes überprüft, die schnelle und möglichst perfekte Ausübung der gestellten Aufgaben bewertet. Die anspruchsvolle Ausbildung ist für Hundefreunde geeignet, die mit Geduld und viel Zeit ihrem Hund die Basis vom Obedience vermitteln, damit dieser nach Aufforderung freudig und selbstständig die gewünschten Aufgaben erfüllt.

Start 2013 in Gommern

Im Juni 2013 fand die erste vereinsübergreifende und hunderasseunabhängige Obedience-Übungsstunde unter Leitung der zweiten Vorsitzenden des Hundesportvereins "Sportfreunde Fuchswinkel" Gommern, Franziska Schädlich, statt. Mit ihrer Malinoishündin "Hanni vom Parchimer Land" (Rufname Kiwi) hatte es Franziska Schädlich im Frühjahr 2013 als erste Hundesportlerin aus Sachsen-Anhalt geschafft, sich für die Bundessiegerprüfung zu qualifizieren und dort den 7. Platz belegt.

Inzwischen hat sich ein fester Kreis von Hundefreunden zusammengefunden und es wird auf den Hundeplätzen in Gommern, Zerbst, Detershagen und Burg trainiert. "Wir sehen uns als eine Art Arbeitsgemeinschaft. Wir brauchen keinen Leiter. Jeder bringt sein Wissen und seine Erfahrung ein. Wir helfen uns untereinander und wir sind froh, wenn wir durch die Erlaubnis der Platzbenutzung die Unterstützung verschiedener Vereine bekommen. Ein regelmäßiges, gemeinsames Training ist sehr wichtig, so Birgit Richter.

Das erfolgreiche Ergebnis hat die Hundeführerin dann doch etwas überrascht. Der sehr warme Sommertag, mit 33 Grad im Schatten, war nicht optimal für den Hundesport. Das Prüfungsgelände lag vollsonnig. "Bereits im ersten Prüfungsteil, der Gruppenübung, hatte ich das Gefühl, in einem Backofen zu sitzen", berichtet Birgit Richter. Nach dem ersten Prüfungsteil wurde die Geduld der Hundeführerin auf die Probe gestellt: Zwar verbrachte man zum Wohle des Hundes die meiste Zeit im Schatten, aber auch hier wurde es im Verlaufe des Nachmittages immer wärmer. Die Wartezeit bis zu den Einzelprüfungen stellte an diesem Tag wohl alle Hundesportler auf eine harte Geduldsprobe.

Dass ihr Hund die Prüfung besteht, daran hat die Burger Hundesportlerin nicht gezweifelt. Dass sie aber gleich nach ganz oben auf das Siegertreppchen durfte, damit hatte sie nicht gerechnet: Denn die Besten auf dem Platz waren Birgit Richter und "Shila".