Feuerwehr zum Anfassen gab es auf einem großen Hort- und Feuerwehrfest in der Grundschule Möser. Rund 80 Ferienkinder waren mit Feuereifer dabei.

Möser l Die Kinderschar ist schon ganz kribbelig, denn auf dem Schulhof surrt der Motor, der die große Hüpfeburg des Kreisfeuerwehrverbandes in Form hält. Die große Rutsche lockt natürlich zur sofortigen Benutzung, doch zunächst versammeln sich die Kinder im Halbrund um Gemeindejugendwartin Annett Klug und Gemeindewehrleiter Dirk Jeitner, die die Mädchen und Jungen herzlich willkommen heißen und berichten, was an diesem großen Hort- und Feuerwehrfest alles zu erleben ist.

Auf dem Platz neben dem alten Schulgebäude sind zwei Löschfahrzeuge aus den Ortswehren Lostau und Körbelitz abgestellt. Kameraden der Wehren werden den Kindern die Autos zeigen, und vielleicht gibt es sogar einige Rundfahrten durch Möser. Natürlich mit lautem Signalgetöse.

Auch die Möseraner Wehr hat ein Fahrzeug mitgebracht - ein Einsatzleitfahrzeug, und dann steht auf dem Schulhof auch noch ein Rettungsboot der Gemeindefeuerwehr. Das können die Kinder besteigen. "Aber nur, wenn ein Kamerad dabei ist, der hilft und aufpasst", gibt Dirk Jeitner die Verhaltensregeln vor. Außerdem sind kleine feuerwehrtypische Wettbewerbe vorbereitet. Im Schulgebäude ist eine Bastelstraße eingerichtet

In ihrer kurzen Begrüßungsrede erklären die Gemeindejugendwartin und der Gemeindewehrleiter, was eine Jugendfeuerwehr ist, und was die Kinder dort alles erleben können. "Wer neun Jahre alt ist", sagt Annett Klug, "kann sich bei der Feuerwehr in seinem Ort ganz einfach melden oder zu den Veranstaltungen der örtlichen Jugendfeuerwehren gehen." Außer in Pietzpuhl gibt es in allen freiwilligen Ortsfeuerwehren eine Jugendfeuerwehr.

Bevor die Kinder die Hüpfeburg erstürmen, macht Annett Klug schon mal Appetit aufs Mittagessen. Das kochen und bringen natürlich auch die Feuerwehrkameraden. Aber was es gibt, wird nicht verraten. Beifall von den Kindern gibt es trotzdem schon mal.

Für die Feuerwehr, sagt der Gemeindewehrleiter, sind solche großen Kinderfeste immer eine gute Gelegenheit, in eigener Sache Werbung zu machen. Bisher hatte allein die Möseraner Ortswehr bei den Festen des Hortes die Gemeindefeuerwehr präsentiert. "Wir wollen aber zunehmend geschlossen als Gemeindefeuerwehr in Erscheinung treten", fügt Jeitner an und setzt hinzu, dass lediglich Pietzpuhl und Hohenwarthe diesmal nicht vertreten seien.

Zeltlager für alle

Den Ferienkindern hatte er berichtet, dass die Jugendlichen der Körbelitzer und der Gerwischer Jugendfeuerwehr bereits zum elften Mal gemeinsam in einem Sommerzeltlager waren. Das soll künftig auch auf anderer Jugendfeuerwehren ausgedehnt werden.

Für Jeitner ist es egal, aus welchen Ortschaften die Kinder kommen. Wichtig sei, dass die Jugendfeuerwehren einen festen Stamm haben und weiter aktiv sind. Erfahrungen besagen, dass ein bis zwei Mitglieder von Jugendfeuerwehren auch Mitglieder in den freiwilligen Feuerwehren werden und nach der entsprechenden Ausbildung der aktiven Einsatztruppe beitreten.

Natürlich hat auch der Hort selbst Anteil am bunten Fest zwischen den Feuerwehrfahrzeugen. Die Erzieherinnen haben eine Geschicklichkeits- parcours aufgebaut, den die Kinder begeistert ausprobieren. Hortleiterin Petra Brockhaus berichtet, dass das Ferienprogramm wieder viele Mädchen und Jungen anlockte. Im Durchschnitt kämen rund 80 Kinder täglich. Es wurden Ausflüge unternommen, es wurde gebastelt und gespielt. Ganz besonders hatte den Kindern der Tag gefallen, der unter dem Motto "Unser Spielzeug hat Urlaub, wir spielen trotzdem" stand. Mit sehr viel Fantasie und unermüdlicher Geduld fertigten die Kinder im Bauraum aus Kartons und Pappe kreative Gegenstände zum Spielen: eine Tankstelle, Autos, Flugzeuge ...

Anklang fand auch der Verkleideraum. Hier konnten sich die Mädchen und Jungen in ungewöhnliche Kostüme hüllen und den ganzen Tag damit unterwegs sein. Das textile Inventar wurde auch Gegenstand eines Warenhauses. Da gingen vor allem die Mädchen richtig schön "shoppen". Und wer vom täglichen Trubel mal abschalten wollte, der konnte sich in den Raum der Ruhe begeben.

Als letzter Höhepunkt für die Ferienzeit ist am 26. August noch ein Sportfest geplant.

 

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