Jerichow (sta) l Buga-Gartenfreude auch in Jerichow: Sonnabend um 8 Uhr beginnt die große Eröffnungsfeier auf dem Gelände des Klosters. Eine Woche nach der offiziellen Buga-Eröffnung begrüßt die Stiftung Kloster Jerichow nun die Besucher mit einem großen Fest und vielen Angeboten. Das Siegel "von der BUGA empfohlen" haben sich die Mitarbeiter mit viel Engagement verdient. "Im Oktober 2013 haben wir angefangen, für die BUGA zu planen", blickt Jan Wißgott, Leiter der Stiftungsverwaltung, zurück. Vom Grundkonzept wurden 13 Gärten neu angelegt. Jan Wißgott sieht in der Anlage solcher thematischer Gärten auch einen Auftrag und begründet dies am Beispiel des Braille-Gartens, also eines Gartens, bei dem Blinde und Sehschwache auch die Möglichkeit haben, die Natur zu erfahren. Bei der Planung wurde überlegt: Es soll ein Garten sein für Blinde, er soll aber auch für die Sehenden fantastisch sein. So sei das "Zipfelmützendach" entstanden: Man sieht es beim Rückweg vom Klostergarten-Café zwischen Kloster und altem Stall ganz entfernt im Hintergrund, und es macht neugierig, dorthin zu gehen: Aus Weidenruten haben Mitarbeiter der Stiftung ein Dach auf einem Gerüst aus Holzbalken und Latten gebunden. Es ist nur ein Schattendach, bewusst nicht regendicht. Teilweise darunter mit Fortsetzung nach draußen befindet sich im 90-Grad-Winkel ein Hochbeet, bei dem die Pflanzen auch in Braille-Schrift bezeichnet sind. Durch Tasten können Blinde hier den Namen und die Pflanze in allen Details erfahren und können auch bequem daran riechen. Am Rande des Feldgartens und des Hochgartens befindet sich der Bauernblumengarten mit ganz vielen Blumen. "Dabei haben uns unter anderem die Frauen von der Volkssolidarität unterstützt und aus ihren Gärten ganz viel hergebracht." Das sei voriges Jahr schon ein Blütenmeer gewesen. Dieses Jahr werde es noch schöner.