Schopsdorf (bsc) l Die Wölfe haben innerhalb von drei Wochen das zweite Mal in unmittelbarer Nähe des Truppenübungsplatzes Altengrabow zugeschlagen. Am Wochenende war diesmal ein Kalb einer Mutterkuh-Herde der Agrargenossenschaft Schopsdorf das Opfer. "Wir sind ja froh, dass nicht eine Mutterkuh dran glauben musste", so Uwe Menge, Vorsitzender der Agrargenossenschaft Schopsdorf. Die Herde steht auf einer Koppel auf dem Klingeberg zwischen Drewitz und Dörnitz. Uwe Menge: "Die Tiere waren in den letzten Tagen schon unruhig. Das war deutlich zu merken." Vermutlich streiften da bereits die Wölfe um die Koppel herum. Die Kühe mit ihren Kälbern können nicht von der Koppel entweichen. "Da war es sicher ein leichtes Spiel für die Angreifer, sich ein Kalb zu holen", so der Vorsitzende weiter. Sofort nach Entdecken der Überreste des Kalbes informierte Uwe Menge Andreas Berbig, Ansprechpartner für Schadensfälle an Nutztieren, Referenzstelle Wolfsschutz des Landes Sachsen-Anhalt. "Da die Beine des Tieres durchgebissen waren, konnte auch er davon ausgehen, dass hier Wölfe am Werk gewesen waren", so Uwe Menge.