Gute Nachricht für alle Wasserratten und Sonnenhungrige: Am heutigen Sonnabend beginnt in den von der Stadt betriebenen Freibädern in Möckern und Ziepel die Freibadsaison. Die schlechte Nachricht: das Wasser in den Schwimmbecken ist noch lausig kalt.

Möckern/Ziepel l Angesichts der noch etwas zurückhaltenden Außentemperaturen dürfte sich der Ansturm auf die Freibäder heute möglicherweise noch etwas in Grenzen halten. Der Wetterbericht für heute stellt Temperaturen von maximal 20 Grad in Aussicht. Und der Schwimmmeister (nein, nicht Bademeister, das ist etwas anderes) im Möckeraner Waldbad, Alexander Mewes, kann bei den Wassertemperaturen auch nur 15 Grad versprechen. Vorerst jedenfalls. Da sollte man sich zum Baden vielleicht doch etwas wärmer anziehen...

Gestern scheuchte der Schwimmmeister einmal mehr den Unterwassersauger durch das Schwimmerbecken, damit alles schön ordentlich ist, wenn die Gäste kommen. Denn wegen der umstehenden Bäume, die das Freibad Möckern zum Waldbad machen, rieselt immer wieder mal etwas ins Wasser.

Viele Helfer bei den Vorbereitungen

Neben dem 1200 Kubikmeter fassenden Hauptbecken, hat Alexander Mewes sich auch um die Liegewiesen, die Terassenfliesen und die Technik gekümmert. Seit zehn Jahren macht der Magdeburger nun schon den Job im Freibad Möckern. "Ohne die vielen Helfer ist die Vorbereitung auf die Saison nach der Winterpause nicht zu schaffen", sagt Mewes. Unterstützung gab es dabei vom städtischen Bauhof, aber auch von den drei Kassierern und Freiwilligen - darunter viele langjährige Freibadgäste.

Von denen gab es in der zurückliegenden Saison 2014 laut Statistik übrigens knapp 6000. Die meisten Besucher wurden im Juli registriert. 2343 Besucher kamen da. "Da war das Wetter gut", erinnert sich Alexander Mewes. Anders im August: das Wetter verhagelte die gute Statistik des Vormonats.

Auf die heute anlaufende Saison ist man gut vorbereitet. Die Pumpenanlage ist auf den neuesten Stand gebracht worden. "Das sind Dinge, die man nicht sehen kann", aber dennoch getan werden müssen", sagt Mewes mit Blick auf das blaue 40-mal-13-Meter-Becken. Neben dem Kombi-Becken, welches bei den Sprungtürmen 3,60 Meter tief ist, gibt es noch das Baby-Becken.

Erstmals gibt es in Möckern ein Kassenhäuschen gleich am Eingang des Freibades. Wer genau hinschaut, erkennt, dass es sich um eine der bei Weihnachtsmärkten der Stadt beliebten Holzbuden handelt. "Wenn sich das bewährt, schaffen wir uns so eine Hütte an", sagt Mewes. Er sieht einen psychologischen Vorteil darin, dass der Eintritt endlich gleich vorne kassiert wird, und nicht wie in den Vorjahren bei den Mitarbeitern auf der Terasse mitten im Bad entrichtet werden muss.

An den Preisen für das Baden hat sich gegenüber den Vorjahren nichts verändert. Für manche Gäste bleibt der Eintritt in das Möckeraner Bad auch in diesemn Jahr wieder kostenfrei: die Schulklassen, die hier ihr Schwimmlager durchführen, und die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren. Ihnen wurde als Dank für ihr Ehrenamt der Eintrittspreis erlassen.

Dass Kinder in den Freibädern ungefährdet das Schwimmen lernen können, ist eines der Hauptargumente für die Verfechter der kommunalen Freibäder. Denn freilich ist diese "freiwillige Leistung" der Stadt Möckern ein Zuschussgeschäft.

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