Zum Schuljahreswechsel bahnt sich in der Grundschule "Heinrich Heine" in Wörmlitz auch ein Leitungswechsel an. Elfriede Reichert verabschiedet sich in den Vorruhestand, für sie soll Annett Hentschel kommen. In der Sitzung des Wörmlitzer Ortschaftsrates am Dienstag stellte sie sich vor.

Wörmlitz l Nach einem Votum zugunsten der Bewerberin im nichtöffentlichen Sitzungsteil steht einer Berufung von Annett Hentschel eigentlich nichts mehr im Wege. Das sagt auch Stadtbürgermeister Frank von Holly. Laut Landesschulgesetz ist der Schulträger - das ist die Stadt - vor der Bestellung zur Schulleiterin zu hören. Seitens der Ortschaftsräte gab es keine Einwände. Die Gesamtkonferenz der Grundschule hatte bereits zugestimmt.

Annett Hentschel hat in den zurückliegenden acht Jahren die Grundschule in Niegripp geleitet - eine ähnlich kleine Grundschule mit rund 70 Kindern. An ihrem neuen Arbeitsplatz, den sie nach den Sommerferien antreten soll, werden nach derzeitigem Stand 67 Kinder in vier Klassen auf sie warten. "Ich will an einer kleinen und überschaubaren Schule arbeiten, um alle Kinder und deren Angehörige auch persönlich kennenlernen zu können", erklärte die 46-Jährige.

Seit 26 Jahren ist sie im Schuldienst, ihre bisherige Arbeitsstelle in Niegripp verlässt Annett Hentschel mit einem lachenden und einem weinenden Auge, auf eigenen Wunsch. Sie hatte sich um die Nachfolge von Elfriede Reichert beworben, nachdem diese ihren Abschied verkündet hatte. Annett Hentschel unterrichtet in den Fächern Deutsch, Mathematik, Sachunterrricht und Musik. Hinzu kommt eine Qualifikation für Französisch als zweite Fremdsprache. Diese könnte als Arbeitsgruppe angeboten werden. "Ich möchte mich mit meinen Ideen und Vorstellungen in die Schule mit einbringen", so Annett Hentschel.

Die nun scheidende, langjährige Schulleiterin Elfriede Reichert machte in der Ortschaftsratssitzung deutlich, dass Wörmlitz stolz darauf sein kann, dass es Bewerber um die freiwerdende Stelle gibt.

Einzugsbereichänderung sicherte den Bestand

Elfriede Reichert hatte 1991 die Grundschule Wörmlitz übernommen. Sie wagte einen Rückblick auf die zurückliegenden Jahre: "Es gab in dieser zurückliegenden Zeit gewaltige Änderungen sowohl im schulischen Bereich als auch auf politischer Ebene. Man musste sich immer wieder umstellen. Auch das Thema Schulschließung gab es da. Aber durch die Änderung der Einzugsbereiche besteht die Wörmlitzer Grundschule heute noch immer. Die derzeit geltende Mindestschülerzahl von 60 haben wir zum Glück nicht unterschritten." Elfriede Reichert lobte die Weitsicht der Stadtverwaltung zu der Entscheidung, die Einzugsbereiche zu ändern.

Der aktuelle Schuleinzugsbereich der Wörmlitzer Grundschule umfasst die Ortschaften Wörmlitz, Ziepel, Stegelitz und Tryppehna. Weitere Kinder kommen derzeit auch noch aus Woltersdorf, Königsborn sowie Nedlitz.

Die Schule hat sich ein naturverbundenes Konzept gegeben. Es gibt eine enge Zusammenarbeit mit dem Schul- und Naturlehrpfad Wörmlitzer Wald und den zuständigen Förstern.