Parey/Jerichow l Fehlende Konzepte und mangelnde Zusammenarbeit: Der Tourismus spielt im Jerichower Land eher eine Nebenrolle. Dies ist das Zwischenergebnis einer kleinen Volksstimme-Serie in den vergangenen Wochen zu diesem Thema. Reserven gibt es unter anderem rund um die Trogbrücke in Hohenwarthe, wo Besucher des in Europa einmaligen Bauwerks keine Toilette finden.
Aber: Es gibt Signale, die in die richtige Richtung gehen. Unter anderem hat die Genthiner Tourist-Info soeben einen Eventkalender aufgelegt. Entdecken kann der Leser mehr als 120 Veranstaltungen im gesamten Landkreis zwischen Blütenfest in Genthin und Seifenkistenrennen in Paplitz. Das alles kurz und kompakt: "Aufgelistet sind nur solche Veranstaltungen, die das Potenzial haben, Besucher von außerhalb in die Region zu locken", erklärt Tourist-Infoleiterin Marina Conradi.
Noch ein positives Signal: Es tut sich etwas am Wasserstraßenkreuz. Der Ortsteil-Entwicklungsverein Hohenwarthe/Waldschänke wird in Kürze einen Arbeitskreis bilden. "Es gab bereits ermutigende Gespräche", erklärte Vereinsvorsitzender Wolfgang Rust. Mitglied werden sollen sämtliche tourismusrelevanten Betriebe. Rust: "Wir suchen engagierte Mitglieder und natürlich Fördermitglieder." Seinen Recherchen zufolge kommen jährlich bis zu 200 000 Besucher zur Trogbrücke. "Wir wollen nicht warten, bis der Landkreis etwas unternimmt, sondern hier bürgerliches Engagement beweisen."
Einzigartig im Jerichower Land ist die Tourismusförderung in Elbe-Parey. "Tourismus ist Wirtschaft", sagt Bürgermeisterin Jutta Mannewitz und erklärt damit ihre Aktivitäten auf diesem Gebiet. Schon der Internet-Auftritt der Gemeinde hebt sich erfrischend von den Orten aus der Nachbarschaft ab. Bereits auf der Startseite gibt es einen aktuellen Veranstaltungskalender. Zu den drei Hauptmenüpunkten zählt der Begriff "Tourismus" mit Infos unter anderem zu Radwegen, der Ferchländer Fähre, dem Schloss Zerben sowie den neuesten Broschüren. Auch eine Jugendseite gehört zum Elbe-Pareyer Online-Angebot. Hier gibt es Nachrichten zu Sportevents, dem Tanz- und Gesangszentrum oder Ferienfreizeiten. Jutta Mannewitz: "Wir alle können und müssen noch sehr viel mehr tun für die jungen Menschen, um sie in unserer Region zu halten." Die Gemeindechefin geht noch einen Schritt weiter: "Ich plädiere für eine Bleibe-Prämie, die junge Familien bekommen, wenn sie nicht wegziehen. Aber wir müssen ihnen natürlich Perspektiven bieten."
Ein Alleinstellungsmerkmal der Gemeinde ist ein Verwaltungsmitarbeiter, der sich ausschließlich um die touristische Entwicklung kümmert. Sandro Beyer bearbeitet das Thema nicht nur auf seinem Schreibtisch. Er entwickelt Broschüren, arbeitet für diverse Projekte mit den Schulen zusammen, kontaktiert deutschlandweit Busunternehmen, um Gäste in die Region zu locken oder nimmt an Ausschreibungen teil.
Parey ist für Radfahrer eine angenehme Oase
Ohnehin hat die Gemeinde so einiges zu vermarkten. Beispiele sind das Erlebnisdorf an der Mühle, Schloss Zerben (150 000 Euro sollen in den Park investiert werden), die Ferchländer Fähre oder das Steilufer der Elbe. Zudem ist Parey die einzige Gemeinde mit erkennbarem Radwegekonzept, das bereits zum größten Teil umgesetzt ist. Für Jutta Mannewitz gehört auch der neue Marktplatz dazu: "Solche Dinge konnten wir nur deshalb erfolgreich anpacken, weil der Gemeinderat jederzeit mitgezogen hat."
Zu den touristischen Glanzpunkten unseres Landkreises gehört auch das Kloster in Jerichow, immerhin 868 Jahre alt. Hier ist Manager Jan Wißgott seit drei Jahren für die Vermarktung zuständig. Mit Erfolg: Knapp 37 000 Besucher zählte das ehrwürdige Gotteshaus im vergangenen Jahr. Wißgott sagt: "Im punkto Tourismus gibt es im Landkreis viel zu tun." Er favorisiert als ersten Schritt eine Online-Plattform: "Hier sind alle touristischen Betriebe vernetzt. Wenn eine Reisegruppe ein Busunternehmen sucht, könnte es das hier finden und buchen. Auf der anderen Seite hat ein Busunternehmen hier die Möglichkeit, seine Reiseziele zu buchen." Wißgott meint, "wir müsen grenzübergreifend agieren. Eine Tagesreise könnte vom Kloster Jerichow dann weiter zur Burg nach Ziesar führen."
Viele altehrwürdige Bauwerke an der "Straße der Romanik" präsentierten sich am Sonnabend mit besonderen Führungen und Angeboten. Zum ersten Romanik-Öffnungstag in Sachsen-Anhalt... weiterlesen
Nachdem das hundertjährige Bestehen durch das Jahrhunderthochwasser 2002 buchstäblich ins Wasser gefallen war, feierte die Feuerwehr Menz am Sonnabend mit einem großen Dorffest ihr... weiterlesen
Hohenseeden l Das Reitturnier in Hohenseeden hatte mehr zu bieten als Hindernisse und Dressuren (mehr dazu in unserem Sportteil). Auch Pferdelaien konnten sich an drei Turniertagen... weiterlesen
Nedlitz l "Wer möchte sich noch drauf stellen?", fragt Erika Friedenberger in die Runde und schaut auf das Straußenei, das unscheinbar im Gras liegt. "Ich!", ruft Ines Griebner... weiterlesen
![]() |
Drei Frauen sind bei einem Unfall an der Bundesstraße 1 nahe Möser im Jerichower Land verletzt... weiterlesen
Die Jugendweihe-Feierstunde von 48 Schülern des Burger Roland-Gymnasiums und aus der Sekundarschule... weiterlesen
Mehr als 20 Fahrzeug-Unternehmen, eine Showbühne, viele gute Ideen und tausende Besucher beim Burger... weiterlesen
Magdeburg l Der Mann, der am 9. November 2007 gegen 17 Uhr einer Sparkassenmitarbeiterin in der... weiterlesen
Was die Überschrift: Reformpädagogik weicht der Gleichschaltung mit dem Artikel zu tun haben soll bleibt vollkommen um Dunkeln. Geht es hier nur drum die Reformpädagogik in ein falsches Licht zu rücken?
Ach du dickes Ei.. das glaub ich ja wohl gar nicht. Indianerfest, Indianerfan - wenn ich das schon lese oder höre kriege ich sonen hals.. ich bin mit einem indianer verheiratet, von daher ist ein teil meiner familie ebenfalls indianer, ich kenne auch viele indianer und deren stimmung, meinung über sowas und - naja die ist nicht die beste - im gegenteil, die sind total angepisst von indianerspielen weißer europäer. Muss ich noch mehr sagen?? Ihr solltet euch mal mit ihnen ernsthaft befassen, welche kennenlernen, mit ihnen reden und vorallem ihnen zuhören und sie verstehen.. warum die stinkesauer sind über solche spielchen und die damit verbundene verballhornung, verniedlichung und zum maskottchenmachen ihres volkes, ihrer kultur usw. durch weiße europäer; die fühlen sich doch total verarscht und lächerlich gemacht. Sorry wenn ich einigen hier den spaß (auf kosten eines noch immer in den usa und kanada existierenden volkes) vermiest habe, das war beabsichtig. Von daher keine entschuldigung aber wie wärs mal mit nachdenken: wie würdet ihr euch fühlen ,wenn andere völker euch in dieser weise missbrauchen- denn das genau ist es was hier passiert.