Gestern bekam die Kita Krümelkiste in Gardelegen erneut das Zertifikat "Haus der jungen Forscher" verliehen. Dazu gab es dann auch gleich einen Forschertag, der sich rund um das Thema Luft drehte.

Gardelegen l Obwohl auf dem Zettel an ihrer Tür doch "Rosinentanz und Farbentanz" angekündigt wurden, war im Raum der Bambi-Gruppe gestern Vormittag keine Musik zu hören. Komisch fand das allerdings niemand, denn tatsächlich tanzten die Rosinen und die Tinte in ihren Wassergläsern auch ganz und gar ohne Musik. Warum und wie, das fanden die Mädchen und Jungen in der Kita gestern gemeinsam mit Erzieherin und Experiment-Erklärerin Gisela Hilbeck heraus. "Guck mal, die tanzen ja wirklich", stellten die Kinder fest, als sich die Rosinen im Mineralwasser mit Kohlensäure lustig auf und ab bewegten. Dass an jeder der verschrumpelten Früchte lauter kleine Bläschen klebten, bemerkten sie bei naher Betrachtung auch gleich. Dass das alles erst durch die Luft möglich wird, erzählte ihnen Gisela Hilbeck.

Ein Tropfen Tinte, der einfach so verschwindet

Für Staunen sorgte auch das zweite Experiment, dem die Kinder fasziniert zuschauten. Je einen Tropfen dunkelblaue Tinte ließ Gisela Hilbeck in je ein Glas mit heißem und kaltem Wasser fallen. Im kalten Wasser wirbelte die Farbe ein bisschen herum, bevor sie auf dem Boden liegen blieb. Im heißen Wasser jedoch löste sie sich auf, als wäre sie gar nicht hineingefallen. "Mach noch einen Tropfen", forderten die Kinder. Doch auch der verschwand.

Mit ebenso einfachen Mitteln wurde in jedem Raum experimentiert. Überall gab es etwas anderes zu erfahren, zu machen und anzuschauen. "Das ist das Tolle an diesem Projekt, dass es nicht am Geld festgemacht ist. Es sind Alltagsgegenstände, die wir jederzeit im Kindergarten haben und die benutzt werden können", lobte Petra Giggel.

Dass man bei manchen Experimenten auch mal "um die Ecke denken muss", erzählte Christin Wegner, Netzwerkkoordinatorin der Industrie-und Handelskammer (IHK), die das Projekt "Haus der kleinen Forscher" als Partner im Altmarkkreis vertritt. "Es sind immer alltagsbezogene Forschungen, die die Kinder erleben. Wenn ein Eiswürfel in der Sommersonne schmilzt, überlegen Kinder und Erwachsenen gemeinsam was da wohl passiert und was sie gesehen haben", sagte Wegner. Denn die kleinen Forscher seien auch nicht anders als die großen Wissenschaftler, betonte sie: "Auch sie beobachten erst, dann stellen sie Fragen und suchen dann nach den Antworten."

   

Bilder