Roxförde l Ein rustikal-ländlicher geräumiger Wintergarten mit Möbeln aus Urgroßmutters Zeiten, hübsch dekoriert mit handgefertiger Floristik und Wohnaccessoires, mitten drin ein Pool und nach draußen den Blick frei auf einen gepflegten Land-Bauerngarten - der Ort hätte nicht besser gewählt werden können für die Gründung eines Landfrauenvereines, dem ersten in der westlichen Altmark. Und die fand im Haus von Karin Lübke aus Roxförde statt. Eingeladen hatten sich die Damen dazu Jeanette Gruber, Geschäftsführerin des Land-Frauenverbandes Sachsen-Anhalt.

Brauchtumspflege und kreatives Arbeiten

Und ländlich-sittlich folgte dann die Gründung mit Wahl am hübsch gedeckten Kaffeetisch mit leckerem, selbstgebackenem Kuchen und Schnittchen. Vorsitzende des neuen Vereines mit dem Namen Heidelandfrauen ist Gerlinde Pontow aus Wannefeld. Ihre Stellvertreterin ist Veronika Hoppe aus Wannefeld. Für die Finanzen ist Hannelore Peter, ebenfalls aus Wannefeld, zuständig. Die Funktion der Schriftführerin hat Astrid Hennecke aus Roxförde übernommen. Die Chronik wird Annette Sladczyk aus Letzlingen führen.

Außerdem gehören zu den Landfrauen Yvonne-Christin Pontow aus Wannefeld, Erika Hamm aus Neuferchau sowie Ina Pasemann, Ines Matthies und Karin Lübke aus Roxförde.

Inspiriert durch Fernsehberichte über die zahlreichen Aktivitäten von Landfrauenvereinen und vom Ansinnen, gemeinsam kreativ zu arbeiten, entstand im Herbst des vorigen Jahres die Idee zur Gründung des Vereines. Initiiert wurde das Ganze von Gerlinde Pontow, Ines Matthies und Karin Lübke. Die beiden letztgenannten Frauen stellen seit einem Jahr Dekoartikel aus Natur- und anderen Materialien sowie hübsche Wohnaccessoires her. Die Arbeiten wurden erstmals im Rahmen einer Herbstausstellung präsentiert. Ende November folgte ein kleiner Hofweihnachtsmarkt in Wannefeld.

Unter dem Dachverband des Land-Frauenverbandes wollen die Damen des neuen Heidelandfrauenvereines nun so richtig loslegen. Und Ideen und Vorstellungen gibt es bereits viele. Allem zugrunde liegt die Belebung des Landlebens. "Früher war auf dem Lande immer etwas los. Nach der Wende ist das alles zurückgegangen. Sicherlich bestimmt auch durch die Lebensumstände", sagte Gerlinde Pontow. "Hier in Roxförde haben wir nur noch das Wurstsingen", meinte Karin Lübke. Früher hätten sich die Menschen auf dem Dorf viel öfter zusammengefunden. Das wollen die Heidelandfrauen wieder beleben, und zwar mit allen Dingen, die zu einem schönen Landleben gehören. Die Damen wollen sich mit Themen wie Garten, Landwirtschaft, Brauchtumspflege, Kochen, Backen, Handarbeiten und vielem mehr beschäftigen. Dazu sollen auch Vorträge stattfinden. Die Heidelandfrauen werden am Deutschen Landfrauentag am 2. Juli in Magdeburg teilnehmen. Damit wird erstmals ein Landfrauentag in Ostdeutschland stattfinden, betonte Land-Frauengeschäftsführerin Jeanette Gruber.

Darüber hinaus werden die Heidelandfrauen beim großen Landeserntedankfest in Magdeburg dabei sein und dort auch eine eigene Erntekrone präsentieren. Ein Modell haben sie bereits angefertigt (Foto).

Einbringen wollen sie sich außerdem beim jährlichen Reitturnier in Zobbenitz sowie beim Weihnachtsmarkt in Letzlingen. Künftig sollen jeden ersten Montag im Monat Treffen stattfinden, und zwar reihum bei den Mitgliedern. Weitere Interessenten sind jederzeit willkommen. Wer bei den Heidelandfrauen mitarbeiten möchte, kann sich mit Gerlinde Pontow in Verbindung setzen.

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