Gardelegen (aw/dpa) l Unbekannte haben am frühen Sonntagmorgen auf dem Gelände des Gefechtsübungszentrums Altmark (GÜZ) drei Arbeitsfahrzeuge zum Teil schwer beschädigt. Ein Bagger wurde durch einen Brandsatz zerstört, bei zwei weiteren Baufahrzeugen wurden die Scheiben eingeworfen. Die Fahrzeuge gehören einem privaten Bauunternehmen und wurden zur Renaturierung der Heidelandschaft eingesetzt.

Ein nicht gezündeter Brandsatz wurde sichergestellt. Die Feuerwehr der Bundeswehr löschte den Brand. Die Schadenshöhe war zunächst nicht bekannt.

Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen. "Wir ermitteln gegen Unbekannt, gleichwohl wird aber eine Beteiligung von Teilnehmern des Protestcamps gegen das GÜZ geprüft", sagte Albrecht. Ein mehrtägiges Camp von Gegnern einer militärischen Nutzung des Truppenübungsplanzes bei Potzehne war bislang friedlich verlaufen, es findet am Sonntag seinen Abschluss.

Im vergangenen Jahr war am Rande der Proteste ein Brandanschlag auf die Bundeswehrkaserne in Havelberg nördlich des Geländes verübt worden, dabei entstand ein Sachschaden in Millionenhöhe.

Bundeswehrgegner hatten für Sonnabend im Internet zu einem "Aktionstag" gegen die Bundeswehr aufgerufen. Er sollte der Höhepunkt einwöchiger Proteste gegen Kriegseinsätze sein. Dabei waren auch mehrere Dutzend Demonstranten insgesamt dreimal auf das Gelände vorgedrungen, teils wurden sie von Polizisten weggetragen.

Nach einer Bilanz der Bundeswehr entstanden durch Schmierereien und der Zerstörung von Schildern Schäden von rund 22.000 Euro. Die Polizei war zu den einwöchigen Protesten unter dem Motto "War starts here" (Krieg beginnt hier) mit bis zu 500 Beamten im Einsatz.