Die 13 besten Gebrauchshunde und ihre Besitzer traten am Wochenende in Gardelegen gegeneinander an. Die vierbeinigen Champions hatten sich zuvor in zahlreichen Prüfungen qualifiziert und boten den Besuchern in Algenstedt beeinduckende Bilder.

Algenstedt l Sie hatten am Sonntag wohl den gefährlichsten Job: Schutzdiensthelfer Andreas Bebenroth aus Klein Wanzleben und Stephan Schmidt aus Schwanebeck mussten sich permanent beißen lassen. Einen "blauen Fleck" könne man dabei schon mal kassieren, bestätigte Bebenroth schmunzelnd. "Aber die Hunde trainieren das ja", versicherte er, "sie beißen nur in den Schutzärmel. Wenn ich den verlieren würde, würden sie ihn weiterbeißen und nicht mich."

Für die zahlreichen Zuschauer im Algenstedter Hans-Joachim-Riewe-Stadion gehörten gerade diese Angriffszenen im Prüfungsteil Schutzdienst natürlich zu den spannendsten Momenten. Die Tiere mussten nämlich, geschickt von den Hundeführern, den Helfer zunächst einmal ausfindig machen, ihn dann stellen und angreifen. Auf Befehl mussten sie ihre "Beute" dann allerdings auch sofort wieder loslassen. Gar nicht so einfach für die ja ebenfalls angespannten Hunde, die bis auf eine Amerikanische Bulldogge alle zur Rasse der Belgischen Schäferhunde oder Malinois, gehörten.

Beeindruckende Bilder sahen die Besucher dann aber auch im dritten Prüfungsteil, der Unterordnung, in dem die Tiere absoluten Gehorsam beweisen mussten. Selbst durch Schüsse oder andere Hunde durften sich die vierbeinigen Stars nicht ablenken lassen.

Den ersten Prüfungsteil, die Fährtensuche, hatte die Teams bereits am Sonnabend absolviert. Auch hierfür hatte der gastgebende Hundesportverein Waldschnibbe mit einer privaten Ackerfläche einen geeigneten Austragungsort in Gardelegen gefunden.

Die Gardeleger, deren Vorsitzender Mario Barnieck die Veranstaltung gemeinsam mit dem DVG-Landesvorsitzenden, René Barbe, und Schirmherr Konrad Fuchs am Sonntag eröffnete, hatten sich beim Deutschen Verband der Gebrauchshundevereine (DVG) übrigens bewusst als Ausrichter des Wettbewerbes beworben. "Wir dachten, dass das auch für uns mal eine spannende Sache ist", erklärte Pressesprecherin Britta Homm. Mit einer guten Versorgung und Organisation, bei der die Hundesportler auch von zahlreichen Sponsoren der Region unterstützt wurden, glänzte der Verein dann auf seine Art ebenso wie die Sieger.

Die kamen am Sonntag dann schließlich alle aus der Zucht des Hauses Kober. Landesmeister wurde "Chango vom Haus Kober" mit Herrchen Horst Kober vom Verein Phoenix, zweiter "Clash vom Haus Kober" mit seinem Führer Holger Stauff vom Verein Niederndodeleben, und Dritte wurde Chuck vom Haus Kober mit Besitzerin Katja Günther.

Prüfungsleiterin Sigrid Eberhard, die neben Hans-Jürgen Freitag, Leistungsrichterobmann in Schleswig-Holstein, und Rolf Eberhard, Leistungsrichterobmann in Sachsen-Anhalt, die Teams im Blick behielt, schätzte den Tag denn auch lächelnd als "fast eine Familienveranstaltung" ein.

   

Bilder