Kakerbeck (iwi) l "Es ist alles sehr gut gelaufen", resümierte Einsatzleiter Ulf Kamith nach dem insgesamt zweieinhalbstündigen Einsatz am Sonnabend. Punkt 14.27 Uhr heulten in Kakerbeck und den umliegenden Dörfern die Sirenen.

Die erste Information für die Feuerwehrleute lautete: Rauchentwicklung und zwei vermisste Personen. Mit fünf Fahrzeugen rückten die 37 Einsatzkräfte zum technischen Stützpunkt der Kakerbecker Agrargenossenschaft aus. Mit dabei waren Kameraden aus Kakerbeck, Winkelstedt, Brüchau und Cheinitz. Wustrewe war zwar ebenfalls alarmiert worden, kam aber nicht zum Einsatzort. Es war die erste große Übung des neu gebildeten Zugbereiches Kakerbeck. Mit der Beteiligung der Feuerwehrleute war Kamith ebenfalls zufrieden.

Die ersten zwei Personen, die gerettet werden mussten, waren Hugo Wöhlbier und Finn Kamith, beide Mitglieder der Kakerbecker Jugendwehr. Versteckt hinter landwirtschaftlichen Maschinen lagen die Jungen auf einer Decke und mimten die Verletzten. Während die Einsatzkräfte sich mühten, die Kinder aus den beengten Verhältnissen nach draußen zu bekommen, lagen die beiden still da.

Als die zwei Jungen mit Tragen nach draußen gebracht wurden, kamen zwei Kinder (Vanessa Franzl und Josef Berger) angelaufen, die ganz aufgeregt berichteten, dass noch einer fehlt. Vermisst wurde noch ein Junge, gespielt von Robin Rieke.

Übungen künftig zweimal im Jahr

Für die Wehren war dies eine kniffelige Situation, denn das Opfer lag in einer Halle mit Pflanzenschutzmitteln. Kamith: "Da musste dann erst einmal ermittelt werden, um welchen Stoff es sich handelt."

Derweil waren die Cheinitzer damit beschäftigt, Löschwasser auf das Hallendach zu spritzen, "auch um die Tankstelle zu kühlen". Bis zur Bundesstraße 71 bauten die Kameraden ihre Schlauchstrecke auf, dafür war die Fahrbahn zeitweise halbseitig gesperrt.

Die Übung auf dem Gelände war auch der Abschluss des Ausbildungsjahres im Zugbereich Kakerbeck. Kamith sagte, er könne sich gut vorstellen, dass so eine Übung künftig zweimal im Jahr in diesem Bereich stattfinde. Das Gelände der Agrargenossenschaft durften die Feuerwehrleute übrigens schon ein zweites Mal für ihr Training nutzen. Beim ersten Mal fand sie auf der großen Hofanlage statt.

   

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