Zum zweiten Neujahrsbogenschießen hatten der SV Wacker Lindstedt und der Förderverein Historische Region Lindstedt für den Neujahrstag in die Gutsscheune eingeladen. Neben der sportlichen Betätigung gab es zugleich ein geselliges Beisammensein bei Glühwein, Kinderpunsch, Bratwurst und Frikadellen.

Lindstedt l "Schmidt mit dt wie durchtrainiert", stellte sich der Vorsitzende des SV Wacker Lindstedt, Sven Schmidt, beim Volksstimme-Gespräch vor - fröhlich lachend mit einem Fingerzeig auf seine schmucke Daniel-Boone-Mütze. Allerdings musste man beim Neujahrsbogenschießen am Donnerstag in der Lindstedter Gutsscheune nicht unbedingt durchtrainiert und Schießkünste wie einst der Amerikaner Daniel Boone (1734-1820) vorweisen können. Es handelte sich vielmehr um ein Angebot des Sportvereines und des Fördervereines Historische Region Lindstedt, das jedermann, auch ganz in Familie, nutzen konnte. Zum einen, um sich über den Bogenschießsport zu informieren, selbst auszuprobieren und zum anderen, um sich mit Freunden und Bekannten in geselliger Runde zu treffen - bei Glühwein, Kinderpunsch, Tee und Bratwurst und Frikadellen vom Grill. Wer wollte, konnte auch das Gutshaus und den Gutspark erkunden.

Das Neujahrsschießen fand in seiner zweiten Auflage statt, und Sven Schmidt zeigte sich erfreut über die Besucherresonanz. Unter den Teilnehmern waren auch etliche Kinder, wie Tom Schröder aus Kassieck. Der Zehnjährige fand durchaus Gefallen am Bogenschießen. Hannah Fiedler aus Lindstedt ist sozusagen schon ein alter Hase. Die Elfjährige trainiert seit vier Jahren in der Sektion Bogenschießen des SV Wacker Lindstedt. Die siebenjährige Emely Branst aus Wiepke steht gerade am Anfang ihrer Karriere im Bogenschießsport. Emelys Papa Enrico Branst gehört schon länger zu den Bogenschützen des Lindstedter Sportvereines.

65 Mitglieder in vier Sektionen

Der Verein zählt aktuell 65 Mitglieder, die in den vier Sektionen Fußball, Tischtennis, Bowling und Bogensport trainieren. Zur letztgenannten Sektion gehören 15 Sportler. Stolz ist Sven Schmidt auf die Damenbowlingmannschaft, die in der Oberliga spielt. Und dabei habe der Verein nicht mal eine eigene Bowlingbahn. "Zum Training fahren wir immer nach Magdeburg oder Genthin", erzählte Schmidt. Da stecke schon viel Herzblut und Leidenschaft drin. Das betreffe den Verein insgesamt, der mit der Sektion Bowling auch Randsportarten bedient. "Neue Mitglieder sind uns jederzeit willkommen", betonte Sven Schmidt. Zwischen Sportverein und Förderverein gebe es eine sehr gute Zusammenarbeit und Partnerschaft. Daraus entstanden sei beispielsweise das Neujahrsbogenschießen, das zur Tradition werden soll. Die Lindstedter Bogenschützen hätten zwar eine eigene, kleine Anlage auf dem Sportplatz. Allerdings könnten sie auch die Scheune zum Training nutzen, und das kostenlos.

Gut entwickelt habe sich auch der Lindstedter Kellerbuschcup, der zweimal im Jahr ausgetragen wird. "Angefangen haben wir mal mit fünf bis sechs Leuten. Jetzt sind es über 70 Sportler, die mitmachen, darunter auch Teilnehmer aus anderen Bundesländern", zeigte sich Sven Schmidt erfreut über den Zuspruch. Der nächste Kellerbuschcup wird am Sonnabend, 25. April, ausgetragen.

Fest steht auch der Termin für das Sport- und Familienfest. Das ist für das Wochenende 21. bis 23. August geplant. "Wir werden dann hier drei tolle Tage haben mit Tanz, dem Sportfest am Sonnabend und Frühschoppen am Sonntag in der Gutsscheune", kündigte Sven Schmidt an.

Einen tollen Tag hatten auch die Besucher des Neujahrsbogenschießens. Unter den Gästen war auch eine Gruppe aus Leipzig, die im Gutshaus Silvester gefeiert hatte. Übrigens eine Premiere. Die Räumlichkeiten seien vom Förderverein zum ersten Mal für eine Silvesterfeier vermietet worden, wie Sven Schmidt anmerkte.

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