Die zwölfte Auflage erlebte am Wochenende die Fahrzeugbörse in Kalbe. Organisator Bernd Weisbach und seine Oldtimerfreunde Kalbe zeigten sich über eine sehr große Resonanz auf ihre traditionelle Veranstaltung auf dem Gelände neben dem Netto-Markt erfreut.

Kalbe l "Es ist ganz offensichtlich, dass sich unsere Fahrzeugbörse mit Teilemarkt als Veranstaltung in der Region fest etabliert hat. Einfach toll zu beobachten, dass in jedem Jahr mehr Besucher kommen - mittlerweile auch von weit her", zeigte sich Mit-Organisator Christian Kämpfert von den Oldtimerfreunden Kalbe erfreut. Er war wieder mit seinem Trabant P60 (Baujahr 1963) und dem angehängten Wohnwagen aus der Herstellung der PGH Heimstolz Weferlingen (Baujahr 1969) vor Ort. Das Gespann zog viele neugierige Blicke auf sich.

Vom Hilfsmotor-Fahrrad bis zum Ural- Militärlaster

Aber die Besucher bekamen noch eine Menge mehr zu sehen. Wohl mehr als 100 historische Fahrzeuge, angefangen vom Fahrrad mit Hilfsmotor über Mopeds, Motorräder und Gespanne über Traktoren, Landwirtschaftsmaschinen sowie verschiedenste Pkw bis hin zu Lastwagen sowie Feuerwehr- und Militärfahrzeugen, waren Bestandteil der Oldtimerausstellung. Geduldig erklärten Fahrzeugbesitzer den Neugierigen Einzelheiten zu den Oldtimern und auf welchen Wegen sie zu diesen gekommen sind. Mancher Fahrzeugbesitzer ließ sich auch dazu überreden, mit Neugierigen eine Runde über das Veranstaltungsgelände oder durch Kalbe zu unternehmen.

Wichtig ist den Organisatoren der Fahrzeugbörse die Demonstration lebendiger historischer Technik. Es gab eine Reihe von Vorführungen - darunter einen Schaudrusch mit einer Dreschmaschine aus der 1950er Jahren.

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Bernd Weißbach und seine Oldtimerfreunde Uwe Wolff und Peter Ritzmann zeigten unter den aufmerksamen Blicken vieler Zuschauer, dass sie den Umgang mit dieser zwar alten, aber noch immer funktionierenden Technik beherrschen. Angetrieben wurde die Dreschmaschine mit einem Deutsch-Standmotor (Baujahr 1938) aus der Sammlung des leidenschaftlichen Techniksammlers Bernd Weisbach.

Zur Fahrzeugbörse gehörte diesmal auch wieder ein Teilemarkt. Da die Veranstaltung viele Besitzer von Oldtimern anlockt, konnten die beteiligten Händler ein recht gutes Geschäft machen.

Ältester aktiver Teilnehmer der Fahrzeugbörse (und wohl auch der am weitesten angereiste) war übrigens Günter Schröter aus Wismar. Der 80-Jährige ist seit knapp zehn Jahren mit den Kalbenser Oldtimerfreunden befreundet. "Wir haben uns beim Perleberger Oldtimertreffen kennengelernt und uns danach regelmäßig bei Veranstaltungen getroffen. So ist mittlerweile eine enge Freundschaft entstanden. Fast ist es wie eine Familie", schwärmte der Senior, der selbst mit einem alten Mercedes nach Kalbe angereist war, der ebenfalls als Oldtimer ausgestellt wurde.

   

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