Genthin (mfe) l Mit dem "Weg zur zukunftsfähigen solidarischen Gesellschaft" beschäftigt sich der Publizist Franz Groll heute Abend im Gespräch im Foyer der evangelischen St. Trinitatiskirche. Groll meint, der Kapitalismus sei nicht zukunftsfähig, da er nur mit wirtschaftlichem Wachstum funktioniere und es in einer endlichen Welt kein ständiges Wachstum geben könne.

Der Publizist fordert hingegen, dass auf die Reichtümer dieser Erde alle Menschen ein Anrecht haben. Die heute lebenden wie die Zukünftigen in gleicher Weise. "Wenn wir uns das verinnerlichen und danach handeln, ist es völlig überflüssig, sich mit Macht und Waffengewalt einen möglichst großen Teil der Ressourcen zu sichern", stellt er fest. Groll hat seine Gedanken über die Zukunft der Menschen auf unserer Erde in vielen Aufsätzen und mehreren Büchern zu Papier gebracht und geht dabei sehr kritisch mit dem heutigen Wirtschaftssystem ins Gericht.

Er setzt nicht auf das Geschick der Politiker, sondern hofft auf das Engagement der Menschen in den unterschiedlichen kirchlichen Organisationen und Verbänden und auf die Zusammenarbeit mit den vielen Menschen, die anderen Religionen angehören oder nicht an Gott glauben, denen aber klar ist, dass die derzeitige Wirtschafts- und Lebensweise grundlegend verändert werden muss. Eine kontroverse Diskussion soll sich nach den Ausführungen des Publizisten anschließen.

Die 15. Auflage dieser Vortrags- und Diskussionsrunde findet um 19.30 Uhr im Vorraum der Kirche statt.