Sein 20-jähriges Bestehen feierte am vergangenen Sonnabend der Heimatverein Ferchland. In einer Festveranstaltung wurde auf diese Zeit zurückgeblickt. Zahlreiche Gratulanten waren gekommen.

Ferchland l Es war ein schönes Fest. Die Mitglieder des Heimatvereins Ferchland-Elbe feierten, was das Zeug hielt. Begonnen hatte das Fest am Sonnabendnachmittag im Elbe-Haus. Zahlreiche Gäste kamen, um den Mitgliedern für die in 20 Jahren geleistete Arbeit zu danken. Darunter waren nicht nur Gemeindebürgermeisterin Jutta Mannewitz, Ortsbürgermeister Otto Schmidt und Dorfplaner Horst Köppe, sondern auch die Vereine des Ortes und befreundete Vereine aus den Nachbarorten wie Parey - und Klietznick in der Nachbargemeinde.

Vor dem Saal war die 20-jährige Entwicklung des Heimatvereins auf Aufstellern mit Fotos und anderen Dokumenten dokumentiert worden. Vereinsvorsitzender Dieter Solinski nahm viele Glückwünsche entgegen, bevor er zu Beginn das Wort seinem Vorgänger, Ronald Mund, erteilte.

Der frühere Vorsitzende öffnete den Anwesenden den Blick auf die Gründerjahre des Vereins. So erinnerte er an die Telefonmastenaktion und die ersten Schrottsammlungen, deren Erlös dem Kinderfest in der Touristenstation zugute kam, an die Kooperation mit dem Dorfverschönerungsverein Klietznick, an die große Pflanzaktion 1996 und an die große Schrottsammlung zugunsten der neuen, funkferngesteuerten Kirchturmuhr, die nun an drei Seiten ein Zifferblatt hat. Roland Mund erinnerte auch daran, dass in jener Zeit das Ferchländer Eisbaden entstand. Und bevor die Musikanten den Schneewalzer intonierten und der ganze Saal mitschunkelte, erzählte er von Kinderfesten und Putzaktionen.

Danach rückte er die Suche nach einem Findling für das Fährdenkmal in die Aufmerksamkeit seiner Zuhörer, sprach über die Gulaschkanone und darüber, wie sie nutzbringend eingesetzt wurde. Erinnerte an die 700-Jahr-Feier und an den 1. Elbe-Bade-Tag, der 2002 vom Verein unterstützt wurde.

Den zweiten Teil der Festansprache übernahm Vorsitzender Dieter Solinski. Er sprach über die Neuorientierung des Vereins, über die Aufstellung von Informationstafeln und des Schiffsankers, über einen Ausflug in den Spreewald, den Tag des offenen Denkmals 2012, an dem die Ferchländer Kirche nach ihrer Restaurierung öffentlich zugänglich gemacht wurde und über die Enthüllung des Gedenksteins für die Opfer des Zweiten Weltkriegs im vergangenen Jahr. Insgesamt eine eindrucksvolle Bilanz.

Man sieht: Der Heimatverein hat auf seinen Hauptbetätigungsfeldern, Heimatkunde und Heimatpflege, Beachtliches erreicht. Daran erinnerte auch Bürgermeisterin Jutta Mannewitz, die herzlich für dieses ehrenamtliche Engagement dankte. Auch Ortsbürgermeister Otto Schmidt stand dem nicht nach. Und Harald Bothe, Jerichower Bürgermeister und Klietznicker Vereinsvertreter gratulierte. Horst Köppe sprach von beispielgebenden Leistungen, von denen man auch noch nach 20 Jahren sprechen wird. Er überbrachte einen Blumenstrauß seiner erkrankten Frau Barbara.

Dann wurde es trubelig, denn die jüngsten Gratulanten erschienen. Eine Gruppe aus der Derbener Kindertagesstätte "Elbschlümpfe" ließ mit ihrem kleinen Programm die Herzen der Anwesenden höher schlagen und ließ sie am Ende auch mittanzen.

Dann gab es Kaffee und Kuchen. Und bis in den späten Abend wurde gefeiert.

   

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