Brandenburg (rpe) l Sechs Familienpaten in Brandenburg erhileten ihre Zertifikate aus den Händen von Klinikchefin Gabriele Wolter und Oberbürgermeisterin Dietlind Tiemann (CDU). Die Paten unterstützen ehrenamtlich Familien bei der Erziehung kleiner Kinder, helfen bei Ämtergängen, geben Tipps für gesunde Ernährung und Vorsorgeuntersuchungen und wie man die Entwicklung des Zöglings fördern kann.

Seit September hatten die sechs Brandenburger einen Kurs über 35 Doppelstunden in der Volkshochschule absolviert. Koordiniert wird das Projekt von Andrea Schumacher vom "Netzwerk gesunde Kinder". Der Verein sei seit Gründung vor fünf Jahren stetig gewachsen und sie habe großen Respekt vor Menschen, die eine Ausbildung auf sich nehmen um anderen ehrenamtlich zu helfen, sagt Gabriele Wolter.

Oberbürgermeisterin Dietlind Tiemann sagte, es sei ein Glückfall, in der Havelstadt eine große Klinik zu haben, die Gesundheits-Vorsorge unterstützt und sich um das Wohl der Kinder sorgt. Zudem sei es gelungen lokale Vereine wie den Lionsclub zu gewinnen, welche die Familien-Paten-Projekte finanziell unterstützen. Sie finde das Patenprojekt unabhängig vom Geldbeutel der betroffenen Eltern wichtig, weil eine Geburt und die Zeit danach nie einfach sei. Das Jugendamt könne auch Hilfe leisten, aber die Hemmschwelle sich städtischen Mitarbeitern anzuvertrauen, sei bei den Betroffenen hoch, berichtet die Stadtchefin.

Junge Eltern bräuchten nicht nur Ratschläge, sondern auch ein Ohr das zuhört, ein Herz das versteht und eine Hand, die einen hält.

Über das Netzwerk betreuen 35 Familienpaten bereits 174 Familien mit 208 Kindern in den vergangenen fünf Jahren, informierte nach Angaben von Koordinatorin Andrea Schumacher. Am 17. September soll der nächste Ausbildungskurs für Familienpaten starten.