119 große und kleine Schwimmer zogen beim 6. Genthiner 12-Stunden-Schwimmen in der Nacht zum Sonntag ihre Bahnen. Obwohl weniger Teilnehmer als in den vergangenen Jahren wurde ein neuer Gesamt-Streckenrekord mit insgesamt 625 absolvierten Kilometern aufgestellt.

Genthin l Dichtes Gedränge herrschte am Sonnabend gegen 20 Uhr, als der Startschuss zum nunmehr sechsten 12-Stunden-Schwimmen gegeben wurde. Erst gegen 2 Uhr lichtete sich das Feld der Schwimmer, von denen sich viele gestern noch einmal sichtlich geschafft zur Siegerehrung einfanden. Gleichwohl wurde die Teilnehmerzahl des Vorjahres von 133 nicht erreicht.

Allein an den Zahlen macht die DLRG, Ortsgruppe Genthin, als Veranstalter den Erfolg der Veranstaltung dennoch nicht fest. "Mit dem 12-Stunden-Schwimmen wollen wir das Interesse am Schwimmsport wecken und die Genthiner mal wieder neugierig auf einen Schwimmhallen-Besuch machen. Und dies natürlich besonders im Jahr ihres 35. Bestehens", sagte Andy Gamals- ki von der DLRG-Ortsgruppe Genthin. Es sei zudem für jeden Schwimmer eine Möglichkeit zu überprüfen, sich auszutesten und zu sehen, wie es um sein Leistungsvermögen bestellt ist. "Ich denke schon, dass das 12-Stunden-Schwimmen diesen Aufgaben erneut gerecht geworden ist", sagte Andy Gamalski, der mit etwa 20 Helfern der DLRG die Veranstaltung begleitete. Die logistische Rund-um-Betreuung klappte zwischen der Vergabe von Startnummern, Starts, Zeitnahme, Auswertung und Verpflegung.

Wiederholt waren Schwimmer aller Altersgruppen am Start. Besonderes erfreulich, sagte Gamalski, sei der Umstand, dass sich mehr Kinder und Jugendliche am 12-Stunden-Schwimmen beteiligt haben als im Vorjahr.

Die siebenjährige Cleo Gamalski und der sechsjährige Farell Bonitz zählten zu den Jüngsten, die ältesten Schwimmer wurden durch die 73-jährige Annemarie Büttner und den 80-jährigen Ludwig Göbel vertreten.

Von allen Schwimmern, resümierte Gamalski, wurden durchweg respektable Leistungen vorgelegt, schon die Kleinsten in der Altersgruppe bis zu zehn Jahren schwammen nicht unter 1000 Meter.

Auch die Sieger in der höchsten Altersklasse über 60 Jahre warteten mit Achtungsleistungen auf, so schlug Inge Tauselt bei 5250 Metern an und Peter Juch bei 4950 Metern.

Peter Juch, der in jedem Jahr mit dem Ziel antritt, für jedes vollendete Lebensjahr 100 Meter zu schwimmen, war diesmal vom Pech verfolgt. Ein Krampf beendete für ihn das Schwimmen: Den Siegertitel hat er sich trotzdem geholt. Im nächsten Jahr wurde der 76-Jährige von Sebastian Streben von der DLRG verpflichtet, 7777 Meter zu schwimmen.

Mittlerweile, sagt Andy Gamalski, beteiligen sich am 12-Stunden-Schwimmen schon mehrere Generationen einer Familie, zum Beispiel die Familie Löhr/Büttner oder Familie Meißner.

Obwohl weniger Teilnehmer wurden in der Nacht auf Sonntag soviele Meter geschwommen wie noch nie, nämlich 625 650, was einer Strecke über mehr als 625 Kilometern entspricht. Die beste Einzelleistung in der Geschichte des 12-Stunden-Schwimmens in Genthin lieferte Andreas Suck aus Magedeburg in der Altersgruppe von 21 bis 40 jahren mit 31 500 Metern ab.

Spitzenleistungen lieferten vor allem die Starter der Triathlon-Teams der Uni Magdeburg, die erstmals in Genthin an den Start gingen.

 

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