Elbe-Parey l Gestern konnten auch in der Gemeinde Elbe-Parey offiziell zwei Regionalbereichsbeamte begrüßt werden, und damit verfügen nun alle acht Einheitsgemeinden des Landkreises Jerichower Land über ihre "eigenen" Polizisten. Die beiden Beamten werden vorerst noch ihr Büro in der bisherigen Revierstation in der Geschwister-Scholl-Straße haben, bis Räumlichkeiten im Gemeindeamt für sie bereitgestellt werden können.

Einer der beiden wird vielen Elbe-Pareyern schon seit Langem gut bekannt sein: Frank Lorenz war viele Jahre Leiter der Revierstation in Parey. "Jetzt gibt es keinen Leiter mehr. Wir sind gleichberechtigt", betont er mit Blick auf seinen Kollegen Uwe Müller. Er ist neu in Parey, hat aber in Biederitz/Möser schon viel Erfahrung im Revierstationsdienst sammeln können.

Zur Begrüßung der RBB`s waren auch Christian Fenderl, Leiter des Polizeireviers Jerichower Land, und Thomas Kriebitzsch, Polizeisprecher und nun auch "Chef" der RBB`s, nach Parey gekommen. Zu Frank Lorenz meinte Fenderl: Aufgrund seines Rangs als Oberkommissar werde ihm wohl doch auch künftig mehr Verantwortung zufallen.

In den Gemeinden, wo die RBB`s schon einige Zeit im Einsatz sind, gebe es bereits gute Erfahrungen, betonten Fenderl und Kriebitzsch. Die Resonanz der Bürger, die nun öfter Polizisten zu sehen bekommen und mit den RBB`s auch direkte Ansprechpartner haben, ist überwiegend positiv.

In den nächsten Wochen werden Frank Lorenz und Uwe Müller sich bei den verschiedensten Einrichtungen und Vereinen vorstellen, Veranstaltungen besuchen, Kontakte knüpfen, Gespräche suchen. Eine erste Überraschung für etliche Bürger war schon, dass nach Jahren nun auch Umzüge wieder von einem Polizeiauto begleitet werden können.

Die Beamten werden auch einen festen Sprechtag haben, der sich an den Sprechzeiten des Gemeindeamts orientiert. Der Vorsachlag von Bürgermeisterin Jutta Mannewitz wurde akzeptiert: Dienstags von 9 bis 18 Uhr, erstmals am 11. November, und vorerst auch noch in der ehemaligen Revierstation. Über persönliche Handys sind die beiden RBB`s während ihrer Dienstzeiten auch direkt erreichbar. Außerhalb ihrer Dienstzeiten werden Anrufe zum Revier nach Burg weitergeleitet, so dass die Bürger immer einen Ansprechpartner haben werden.

Aus dem Notrufmanagement sind die Regionalbereichsbeamten herausgelöst, betonte Fenderl. Damit werden sie nicht, wie das bei den Beamten der Revierstationen häufig der Fall war, zu Einsätzen in anderen Gemeinden abgezogen. Ausnahmen könne es aber geben.

In der Gemeinde werde es Schnittstellen mit der Tätigkeit des Ordnungsamts geben, eine gute Zusammenarbeit soll deshalb erfolgen.

In die Hand bekommen haben die beiden RBB`s auch die neu entwickelten Präventionsguides - eine "Fibel" mit vielen Tipps zur Kriminalprävention sowie Kontakten zu Beratungsstellen und Einrichtungen, die jeweils fachlich helfen können.

Kontakte der RBB`s: Frank Lorenz, Telefon 0151/74 30 71 03; Uwe Müller, Telefon 0151/74 30 71 03