Es war eine gelungene Jubiläumsausstellung: Der Kleintierzuchtverein Ferchland hatte zum 25. Mal eine Schau organisiert, und die Vereinsmitglieder sowie viele Gastaussteller konnten mit zahlreichen ausgezeichneten Tieren das hohe Niveau der Zucht unterstreichen. Darüber hinaus hatten sich die Gastgeber zum Jubiläum einiges Besondere einfallen lassen.

Ferchland l "Unsere erste Schau fand vor 30 Jahren in der Gaststätte Fährkrug statt", blickte Ausstellungsleiter Günter Fuchs in seiner Eröffnungsansprache zurück. Danach fand eine Schau in Derben statt, eine zusammen mit dem Jerichower Verein, etliche fanden in der Turnhalle statt, dann machte der damalige Bürgermeister Heinrich Bleyer den Vorschlag, die Aula der Schule zu nutzen, und nach dem Rückbau der Schule wurde das "Elbehaus" daraus, das nun jährlich der Veranstaltungsort ist. "Heinrich Bleyer haben wir viel zu verdanken. Er hat viel für unseren Verein getan", betonte Günter Fuchs.

Die Bedingungen für die Schau wurden im Laufe der Zeit immer besser, und das, weiß Günter Fuchs, ist auch der Unterstützung der Gemeinde Elbe-Parey zu verdanken. Speziell an Bürgermeisterin Jutta Mannewitz richtete er ein Dankeschön und hatte auch ein kleines Präsent für sie.

Jutta Mannewitz gab die "Blumen" zurück: Es sei für die Gemeinde eine Auszeichnung, dass diese Schau hier bereits zum 25. Mal stattfindet, betonte sie. Denn das beweise, dass die gute Arbeit des Vereins auch über die Gemeindegrenzen hinaus ausstrahle.

Sie würdigte das große ehrenamtliche Engagement, das dahinter stehe, um solche Ausstellungen überhaupt erst möglich zu machen. Und sie unterstrich, dass der Verein auch einen wichtigen Beitrag dazu leiste, Kindern und Jugendlichen den sachgerechten Umgang mit Tieren zu vermitteln.

Glückwünsche überbrachte unter anderem auch Helmut Halupka, Kreisvorsitzender Rassekaninchenzucht im Jerichower Land. Die meisten seien schon 30 bis 40 Jahre mit der Zucht verbunden, betonte er. Im Landesmaßstab habe der Verein Ferchland schon große Erfolge zu verzeichnen.

Stellvertretend für den Kreisverband der Geflügelzüchter überbrachte Uwe Balzer Glückwünsche. "Die Ausstellung ist hervorragend organisiert", betonte er.

Im Namen der Gastaussteller sagte Harald Henning aus Parchen den Gastgebern, speziell Gerhard Reip und Günter Fuchs, Dankeschön "für diese hervorragende Schau."

Günter Fuchs fuhr fort: "Die Schau funktioniert nur, wenn wir Sponsoren haben!" Speziell bei den Landwirten und Futtermittelhändlern bedankte er sich, die zahlreiche Ehrenpreise zur Verfügung gestellt haben. Denn Futtermittel als Ehrenpreise erfreuen sich immer größerer Beliebtheit, weiß er. Darüber hinaus haben viele Geschäftsleute und Privatpersonen die Schau unterstützt, und nicht zuletzt die Frauen der Züchter. "Sie unterstützen uns das ganze Jahr, ertragen alles mit Geduld, kümmern sich bei der Schau um die Versorgung der Zuchtrichter, der Züchter, organisieren liebevoll die Tombola und die Kaffeestube." Letztere kam diesmal auch besonders gut an: Schon am Sonnabend kamen Besucher so zahlreich wie nie zuvor und blieben nach Besichtigung der Ausstellung auch zum Kaffeetrinken.

272 Tiere in 44 Rassen und 51 Farben waren bei der 25. Schau in Ferchland zu sehen, fasste Günter Fuchs noch einmal zusammen. "Wir haben versucht, die Rassevielfalt zu halten, und das ist uns auch gelungen!" Von den 272 Tieren waren 84 Kaninchen, 90 Hühner, 90 Tauben dabei, außerdem eine Voliere mit acht Tauben.

Anschließend gab Günter Fuchs die Sieger bekannt - die Vereinsmeister und die besten Gastaussteller. Ein bester Jugendaussteller wurde diesmal nicht gekürt, weil insgesamt nur drei Jugendliche dabei waren, darunter zwei vom eigenen Verein. Trotzdem ist Günter Fuchs zuversichtlich, Nachwuchs "bei der Stange halten" zu können.

Ganz ohne Ärger ging es aber bei der Jubiläumsausstellung dann doch nicht ab: Am Sonnabend herrschte noch die Freude über die guten Erfolge sowie die vielen Besucher vor, und auch am Sonntag kamen noch Viele, die die Ausstellung besichtigen wollten.

Am Nachmittag wurde das allerdings problematisch, denn trotz der eindringlichen Bitte von Günter Fuchs bei der Ausstellungseröffnung, erst nach dem Schlusswort die Tiere aus den Käfigen zu nehmen, konnten es auch diesmal wieder etliche Züchter nicht abwarten und waren eher verschwunden - mit Tieren. "Das ist die letzte Schau, die ich organisiert habe", ärgerte sich Günter Fuchs - zu Recht. Denn unzählige Stunden haben er und weitere Helfer investiert, haben weder Kosten noch Mühen gescheut, damit alles perfekt ist. Und dann können einige Züchter nicht einmal warten, bis offiziell Schluss ist.

Bleibt also abzuwarten, wie es nach 25 Schauen in Ferchland weitergehen wird.

   

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