Das Jahr 2015 beginnt mit einer guten Nachricht. Der Radweg zwischen Jerichow und Genthin entlang der alten Kleinbahntrasse wird schon bald, vielleicht auch in einem Stück, gebaut. Die Ausschreibungen für die Strecke Jerichow-Redekin sind vorbereitet, gesichert ist auch die Finanzierung des Abschnitts von Redekin nach Genthin.

Genthin l Bei der Neuaufstellung des Radverkehrswegeplanes, bei dem etliche Vorhaben einer weiteren Prüfung unterzogen werden, hatte der Radweg Jerichow-Genthin Glück, wie übrigens auch der Radweg Parchen-Genthin, bei dem die Planfeststellung ins Haus steht.

Die Vorhaben gelten als gesetzt, weil die Planungen für die beiden Radwege entlang der Bundesstraßen bereits begonnen hatten.

Der Bund greift für den Bau des Radweges zwischen Genthin und Jerichow, der für die beiden Kommunen schon lange auf der Agenda stand, tief in die Tasche. Der Abschnitt zwischen Jerichow und Redekin wird 650 000 Euro und der zwischen Redekin und Genthin eine stattliche Million Euro verschlingen.

Der Anfang des Bauvorhabens wird auf dem Abschnitt Jerichow-Redekin gemacht, was noch vor einem halben Jahr nicht entschieden war. Bürgermeister Harald Bothe erneuerte seine Aussage gegenüber der Volksstimme, dass der Bau des Radweges im Bereich Jerichow-Redekin angepackt werden könne, sobald es die Witterung zulasse. Im Dezember war man in der Jerichower Verwaltung mit der Vorbereitung der Ausschreibungen befasst. "Wir werden nicht länger warten, jetzt steht uns das Geld zur Verfügung", sagte Harald Bothe. Notwendige Baumfällarbeiten laufen bereits, weil sie nur innerhalb einer bestimmten Zeit ausgeführt werden können.

Noch kurz vor dem Weihnachtsfest erhielt auch Genthins Bürgermeister Thomas Barz die Zusage vom Land, dass das Vorhaben für den Abschnitt Redekin-Genthin finanziell gesichert sei und entsprechende technische Planungen vor dem Abschluss stünden. Zu klären seien noch einige Modalitäten des Grunderwerbs.

Wenn alles gut geht, könne man Ende Februar mit Abschluss der Ausführungsplanungen ebenfalls mit den Ausschreibungen beginnen, gab sich Thomas Barz im Gespräch mit der Volksstimme optimistisch. In Jerichow erfolgt die Bauvorbereitung durch die Stadt auf der Grundlage einer Planungsvereinbarung, die zwischen der Kommune und dem Landesbetrieb Bau abgeschlossen wurde.

Wohingegen die Planung für den Genthiner Abschnitt des Radweges in direkter Zuständigkeit der Landesstraßenbaubehörde liegt. "So sind auch für jeden Abschnitt getrennte Planer tätig. Mit ein bisschen Glück schaffen wir es vielleicht, dass noch in diesem Jahr beide Abschnitte gebaut werden. Wir werden es auf jeden Fall versuchen", sagte Genthins Bürgermeister Thomas Barz. Das sei anfänglich nicht ins Auge gefasst worden. Ursprünglich war dieser Abschnitt, auch aufgrund des finanziellen Volumens, erst für 2016 angedacht gewesen.

Mit dem Bau des Radweges beabsichtigt der Trink- und Abwasserverband (TAV), auch die Trinkwasserleitung aus den 1930er Jahren neu zu verlegen, ließ das kommunale Unternehmen kürzlich verlauten.

Die Gesamtlänge der Weges von Genthin nach Jerichow beträgt 11,2 Kilometer. Die Bahnlinie Genthin-Schönhausen, auf deren Trasse demnächst der Radweg gebaut wird, wurde 1899 in Betrieb genommen und 100 Jahre später stillgelegt und demontiert worden.

 

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