Neue Hausordnung für das Dorfgemeinschaftshaus in Kleinwusterwitz. Der Demsiner Ortschaftsrat verständigte sich auf einen Entwurf, der die Vermietung der Räumlichkeiten regeln soll.

Kleinwusterwitz l Bereits mehrfach hatte der Kleinwusterwitzer Ortschaftsrat über eine neue Hausordnung gesprochen. Ortsbürgermeister Jürgen Staschull legte den Mitgliedern nun einen ausformulierten Entwurf vor, der nach Bestätigung durch den Bürgermeister der Stadt Jerichow für das Dorfgemeinschaftshaus gelten soll.

Fragen hatten die Ortschaftsratsmitglieder vor allem zur Nutzung des Außenbereiches. "Der unmittelbare Bereich vor dem Haus bis zum Spielplatz und auch die Parkplätze können mitgenutzt werden", erklärte der Ortsbürgermeister. Allerdings seien die Feuerwehrzufahrt und zwei Parkplätze für die Anwohner freizuhalten. Nach Anmeldung könne auch die Feuerstelle zum Grillen von Schwein am Spieß verwendet werden. "Wir wollen nicht, dass Zelte und Bierzeltgarnituren auf der Wiese aufgebaut werden, das sprengt den Rahmen der Nutzung."

Das Dorfgemeinschaftshaus habe eine Kapazität für 70 Personen, mehr sollen es nach dem Willen der Ortschaftsräte nicht werden. Die Regularien entsprechen weitestgehend üblichen Nutzungsbestimmungen für Dorfgemeinschaftshäuser.

Bis zwei Uhr sollten Veranstaltungen beendet sein. Geschirr und Küche sind nach der Veranstaltung zu reinigen. Die Räume sind am nächsten Tag bis 11 Uhr besenrein zu übergeben.

"Ein kritischer Punkt ist das Rauchverbot, aber das ist mittlerweile bereits normal." Auf Kritik bei den Ortschaftsräten stieß der Passus, dass ab 22 Uhr Fenster und Türen geschlossen werden sollen. "Das stelle ich mir im Sommer sehr schwierig vor", merkte Marlis Jacobi an.

Da geregelt sei, dass die Nachbarschaft nicht über das Maß belästigt werden soll und die Musik ohnehin leiser gemacht werden müsse, könne auf diese Passage verzichtet werden.

Die Ortschaftsräte einigten sich darauf, auf die geschlossenen Fenster und Türen zu verzichten. Notwendig für die Anmietung sei hingegen eine Haftpflichtversicherung. "Bei privaten Feiern reicht die normale Haftpflichtversicherung, bei kommerzieller Nutzung sieht es anders aus", gab der Ortsbürgermeister einen Hinweis.

Auf eine vorab gezahlte Kaution wollte sich Staschull hingegen nicht einlassen. "Das wäre für uns ein viel zu großer verwaltungstechnischer Aufwand. Jürgen Staschull informierte zudem darüber, dass am Dorfgemeinschaftshaus eine behindertengerechte Außentoillette eingerichtet werden solle. Dafür soll ein derzeitiger Lagerraum dienen. "Als neue Lagerfläche kommt ein Bereich im Stuhlraum infrage, wo die Heizung abgebaut wurde", schlug Michael Lemme vor.

Als Gast stellte sich Polizeiobermeister Lutz Pelzer vor, der in der Einheitsgemeinde Jerichow mit seiner Kollegin Anja Andres als Regionalbereichsbeamter tätig ist.

Mit Blick auf die Einbruchsserie in Roßdorf und Brettin, rief er dazu auf, die Augen offen zu halten. "Wenn hier Autos mehrfach langsam durch den Ort fahren oder Personen auffallen, die bestimmte Bereiche auskundschaften, rufen sie uns an."

Die Regionalbereichsbeamten seien als direkte Ansprechpartner für die Bevölkerung da. "Beim aktuellen Einsatzgeschehen etwa Unfällen oder Einbrüchen ist weiterhin die Nummer 110 der erste Kontakt.