In der Genthiner Diesterweg-Grundschule ernähren sich die Kinder gesund und bewegen sich viel. Deshalb zögerte Schulleiterin Ute Kliem auch nicht, als die IKK gesund plus einen Geldpreis für Einrichtungen auslobte, die gesundheitsbewusstes Verhalten und gesunde Ernährung bei Kindern fördern. Ein Konzept wurde ausgearbeitet und die Bewerbung fertig gemacht. Mit Erfolg.

Genthin. "Gesunde Ernährung und viel Bewegung bei Kindern können nicht ernst genug genommen werden", findet Ute Kliem. Die Leiterin der Diesterweg-Grundschule betont, dass dies Grundvoraussetzung für konzentriertes Lernen ist. Darum wird in ihrer Schule viel dafür getan.

"Das fängt mit Kleinigkeiten wie einem gesunden Pausenbrot an", sagt sie. Die Lehrer achten darauf, was die Kinder mit in die Schule bekommen und haben viele Tipps für die Eltern parat.

Außerdem werden die Pausen nicht drinnen verbracht. Raus an die frische Luft ist hier das Motto. Damit der Spaß trotzdem nicht zu kurz kommt, gibt es allerhand Möglichkeiten: Ein Spielplatz sowie etliche Pausengeräte sind im Angebot. "Im Moment sind die Wackelbretter der Renner bei den Kindern", erzählt Ute Kliem.

Außerdem lädt in den großen Pausen der Sportplatz zum Spielen ein. "Fang- und Ballspiele sind super", sagt die Pädagogin. "Das fördert die Motorik der Kinder, bringt Kondition und macht Spaß." Die Schulleiterin betont aber auch, dass das Selbstverständlichkeiten sind. "Da sind wir keine Ausnahme, das machen alle Schulen."

Trotzdem hat die Diesterweg-Schule mit ihrem Konzept bei der IKK überzeugt. Die Schule macht viele Projekte zum Thema Gesundheit. So kommt beispielsweise der Arzt Andreas Bodamer in die Schule und erklärt den Kindern den menschlichen Körper. "Er hat Anschauungsmaterial und die Kinder können alle Fragen loswerden", sagt Ute Kliem.

Außerdem werden viele Sport-Arbeitsgemeinschaften angeboten. Sport ist aber nicht das Lieblingsfach aller Kinder. Deshalb wurde die AG "Fit und vital" ins Leben gerufen. Hier steht nicht im Mittelpunkt, wer am schnellsten rennt. Es geht um Bewegungsabläufe, die den Kindern Spaß machen.

Einmal in der Woche Rückenschule

Auch Rückenschmerzen, immerhin Volksleiden Nummer eins, haben hier wenig Chancen: "Einmal in der Woche kommt ein Physiotherapeut und macht mit den Kindern Rückenschule", so Kliem.

Das ist nur ein Auszug aus der langen Projektliste der Grundschule. Mit dieser konnte der Geldpreis von 3000 Euro nach Genthin geholt werden. Davon soll ein Trinkwasserbrunnen gebaut werden. "Das wird super", sagt Coleen Kabelitz aus der ersten Klasse. "Meine Mappe ist schwer genug. Dann kann wenigstens die schwere Trinkflasche zu Hause bleiben." Im Mai gibt es eine Projektwoche zum Thema Wasser und Gesundheit, da soll dann auch der Brunnen eingeweiht werden, informiert Ute Kliem.