Verkehrserziehung ist schon im Kindergarten ein wichtiges Thema. Je früher die Kinder lernen, sich richtig und verantwortungsbewusst zu verhalten, desto beruhigter sind die Eltern.

Anderbeck l Große Aufregung herrscht bei den Mädchen und Jungen der Kindertagesstätte "Mühlenspatzen" in Anderbeck. Eine nette Polizistin ist zu Gast, die schon den ganz Kleinen die wichtigsten Regeln bei der Teilnahme am Straßenverkehr vermittelt. Ilka Linkohr vom Polizeirevier Harz ist für die Kinder keine Unbekannte, bereits im Frühjahr war sie bei den Kindern. Wie Carolin Krause, die Erzieherin, erfolgte das alles kindgerecht und spielerisch. Zu vielen Themen gibt es auch Lieder und Geschichten, wie zum Beispiel "Sicherheitsgurt und Anschnallpflicht". Und ganz wichtig sei auch das Thema "Fahrradhelm". Wenn der Helm nicht richtig sitzt, nütze er auch nichts, und auch hierfür gibt es kleine Faustregeln.

Bevor es zum praktischen Teil kommt, testet Ilka Linkohr, was die Kleinen vom letzten Mal noch wissen. Wie muss ein Fahrrad aussehen, wann darf man klingeln und was bedeutet Rücksicht.Ein kleiner Fahrradparcours ist schnell aufgebaut und los gehts. Die Kinder fahren eine Slalomstrecke, müssen auch mal anhalten, in einem kleinen Kreis wenden und zurück fahren. Es geht um Balance, ums Ausweichen können und vor allem darum, das Rad ganz schnell anzuhalten und abzusteigen. Die Kleinsten sind gerade mal drei Jahre alt und für das Fahrrad noch zu klein. Diese Kinder haben ein Laufrad mit in die Kita gebracht und sind damit flink und geschickt unterwegs. Und die Regeln im Straßenverkehr gelten schließlich für alle.

Ilka Linkohr ist mit allem ausgerüstet, was ein Polizist haben muss. Schutzweste und Schutzhelm braucht sie jetzt gerade nicht, daher dürfen die Kinder diese Sachen anprobieren. Zum Schluss der Verkehrserziehungsstunde gibt es noch einen echten Ausweis für jedes Kind. Für diesen Kinderpolizeiausweis werden Abdrücke der kleinen Daumen genommen, das gefällt allen.

Der Polizistin erzählt, dass ihr diese Arbeit als Referentin für Verkehrserziehung mit den Kleinsten viel Spaß mache. Gern sei sie auch in den Grundschulen zu Gast. "Zu den Großen (Gymnasien, Berufsschulen) geht die Polizei gezielt mit der beeindruckenden Wanderausstellung "Straßenkreuze", wo es um zu viele junge Tote im Straßenverkehr geht."

 

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