Friedrichsbrunn l Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) hat sich auf Spurensuche begeben und das Bonhoeffer-Haus im Thalenser Ortsteil Friedrichsbrunn besucht.

Das Gebäude in dem kleinen Harz-Ort war einst das Sommerhaus der Familie Bonhoeffer, zu der vier aktive Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus gehörten, darunter der Theologe Dietrich Bonhoeffer. Beim Besuch besichtigte Haseloff die Ausstellung und kam mit Vertretern des Träger- und Fördervereins "Bonhoeffer-Haus Friedrichsbrunn" ins Gespräch.

Der Evangelische Kirchenkreis Halberstadt hat in dem Haus in der Waldstraße 7 in Friedrichsbrunn zwei Räume angemietet, um mit einer Ausstellung die Erinnerung an eine wichtige Phase im Leben der Familie Bonhoeffer wachzuhalten. Mithilfe von Fotos und Texten wird die Zeit beleuchtet, als Theologe Dietrich Bonhoeffer mit seinen Geschwistern die Sommerzeit in Friedrichsbrunn verbrachte. Bild-Tafeln zeigen die Familienmitglieder und ihre Erlebnisse in Friedrichsbrunn in der Zeit von 1913 bis 1945.

"Die Ausstellung über die Familie Bonhoeffer soll die Besucher motivieren, sich damit auseinanderzusetzen, woher die Kraft kommt, eindeutig Position zu beziehen oder welche Form von Widerstand vertretbar und nötig ist", sagte Propst Christoph Hackbeil, Regionalbischof des Propstsprengels Stendal-Magdeburg in der evangelischen Kirche in Mitteldeutschland bei Haseloffs Besuch.

An der inhaltlichen Gestaltung der Ausstellung im Bonhoeffer-Haus wirken Studenten der Hochschule Harz mit. Sie werden ihre Arbeiten am Sonntag, 31. August, beim 17. Bonhoeffer-Tag im Harz-Ort vorstellen.

Die Studenten der Hochschule Harz präsentieren nach einem Freiluft-Gottesdienst, der um 11 Uhr im Garten des Bonhoeffer-Hauses beginnt, die neu konzipierte Ausstellung. Um 15.30 Uhr hält Pfarrerin Dr. Marikje Smid aus Heiligenlohe einen Vortrag über die Widerstandskämpfer Christine und Hans von Dohnanyi.

Mehr über das Haus im Internet: www.bonhoeffer-haus-friedrichsbrunn.de