Die Feldbahner der historischen Strube Bahn haben eine Lücke geschlossen. Auch Menschen im Rollstuhl können nun problemlos mit der Feldbahn fahren.

Schlanstedt l Constantin Schnee von der Arbeitsgemeinschaft der Feldbahn in Schlanstedt ist zufrieden. Senioren aus Halberstadt haben einen Ausflug mit der historischen Feldbahn unternommen und die Fahrt genossen.

"Wichtig ist für uns, dass auch Rollstuhlfahrer an unseren Fahrten teilnehmen können", beschreibt der Halberstädter. Bereits vor Jahren hätten die Feldbahner der historischen Strube Bahn die Inklusion von mobilitätseingeschränkten Menschen als wichtig erkannt. "Gemeinsam mit einem Bildungsträger haben wir einen Feldbahnwagen mit einer Rampe versehen und so rollstuhlgerecht umgebaut, beschreibt der Feldbahner. Dieses Projekt sei durch die kommunale Beschäftigungsagentur des Landkreises Harz gefördert worden.

"Seit wir den Wagen in Betrieb genommen haben, wird er gut angenommen. Vor allem Betreuungseinrichtungen mit mobilitätseingeschränkten Menschen nutzen seither gezielt die Möglichkeit, in Schlanstedt mit der Feldbahn zu fahren", sagt Schnee. Das bestätigen auch die Pflegerinnen Bianca Meldau und Christina Schröder, die mit insgesamt zehn Seniorinnen und Senioren von Halberstadt gekommen sind. Nach der Fahrt mit der Feldbahn sind die Senioren in der Heimatstube willkommen, wo sie mit Kaffee und selbstgebackenem Kuchen verwöhnt werden.

"Am kommenden Sonntag, 24. August, bieten wir einen öffentlichen Fahrtag auf der Feldbahn an. Mit fünf einsatzfähigen Lokomotiven und mehr als 40 Feldbahnloren sind wir in der Zeit von 10 bis 17 Uhr auf 1000 Metern der Strube Bahn unterwegs", kündigt Constantin Schnee an. "Für das leibliche Wohl sorgen die Frauen des Kirchenvereines, auch der Schlanstedter Kräuterverein wird vor Ort sein. Bevor die Bahn fahren kann, müssen übrigens etwa 3000 Quadratmeter Gras gemäht werden."