Auf dem Gelände des Klärwerkes von Dedeleben entsteht zurzeit eine Fotovoltaikanlage. Der so erzeugte Strom wird nicht verkauft, sondern zu 95 Prozent selbst verbraucht.

Dedeleben l Fast unbemerkt von der Öffentlichkeit werden im Klärwerk am Rande von Dedeleben gegenwärtig 136 000 Euro verbaut.

Künftig will der Wasser- und Abwasser Zweckverband "Huy Fallstein", der hier Abwasser sammelt und aufbereitet, eigenen Strom erzeugen und nutzen. Auf einer Gesamtfläche von etwa 2500 Quadratmetern wird dazu eine Fotovoltaikanlage montiert, die eine Leistung von etwa 92000 KWh liefern wird. Die Sonnenkollektoren werden auf dem Dach des Gebäudes und auf einer Freifläche angebracht. Der gewonnene Strom soll hauptsächlich die verschiedenen Pumpen und Gebläse am Laufen halten, erklärt Dirk Paasche, der verantwortliche Abwassermeister.

Bereits im Jahr 2012 sei die Idee zur eigenen Stromerzeugung entstanden, sagt der Bereichsleiter Gerald Grzeschniok. Einerseits habe man sich wegen der ungewissen Entwicklung der Strompreise zu diesem Schritt entschlossen, andererseits sei die Nutzung von Sonnenenergie auch eine ideale Gelegenheit, dem Anliegen des Zweckverbandes nach umweltbewusster Entsorgung und Aufbereitung nachzukommen.

In der Kläranlage werden die Abwässer, die in den privaten Haushalten der Ortschaften südlich und östlich von Dedeleben anfallen, gesammelt, geklärt und gereinigt. Zwar weise das gereinigte Wasser keine Trinkwasserqualität auf, betont Abwassermeister Paasche, jedoch könne es völlig unbedenklich in den Marienbach eingeleitet werden, der westlich des Klärwerkes in den Großen Graben mündet. Die einzelnen Arbeitsschritte vom ankommenden Abwasser bis zum geklärten Ergebnis werden dabei komplett überwacht.

Noch im November soll die Anlage ans Netz gehen, erläutert Grzeschniok. Natürlich werde sich die Anlage nicht sofort rechnen. Es gebe jedoch langfristige Berechnungen, die eine enorme Kosteneinsparung garantieren.

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