Güntersberge (dl) l Die brennende Lagerhalle eines landwirtschaftlichen Betriebs am Ortsausgang von Güntersberge war gegen 20.30 Uhr entdeckt worden. Als die ersten alarmierten Feuerwehren wenige Minuten später vor Ort waren, sei schnell klar gewesen, dass die Halle mit landwirtschaftlicher Technik in der Bärenröder Straße nicht mehr zu halten ist, berichtet Vize-Stadtwehrleiter Patrick Jentsch: "Die Halle brannte bereits in voller Ausdehnung."

Die Kameraden hätten sich zunächst darauf konzentriert, das Übergreifen der Flammen auf ein angrenzendes Firmengelände zu verhindern. Baumaterial und Kunststoffteile, die dort gelagert waren und teilweise bereits Feuer gefangen hatten, seien schnell gelöscht worden. "Als später die Löschwasserversorgung voll aufgebaut war, wurde auch die eigentliche Lagerhalle abgelöscht." Die drei landwirtschaftlichen Großgeräte sowie eine Presse, die dort untergestellt worden waren, seien ebenso wie die Halle komplett zerstört worden, so Patrick Jentsch.

Ein Polizeisprecher bezifferte den Sachschaden nach ersten Schätzungen auf mehrere Hundertausend Euro. Die Brandursache sei bislang völlig unklar. Aufgrund der extremen Hitze im Brandbereich könnten die Experten der Kriminalpolizei ihre Untersuchungen vor Ort erst am Montag beginne. Die Landesstraße 239 zwischen Güntersberge und Friedrichsbrunn musste aufgrund der Löscharbeiten für mehrere Stunden voll gesperrt werden.

Vor Ort waren die Feuerwehren aus Güntersberge, Siptenfelde sowie Harzgerode und Friedrichsbrunn mit insgesamt 57 Kameraden sowie Rettungsdienst und Polizei im Einsatz. Da in der Halle auch Heizöl gelagert war, zog die Feuerwehr während der Brandbekämpfung Vertreter des Kreis-Umweltamtes hinzu. Der Einsatz der Feuerwehren war am Sonnabend gegen 4 Uhr beendet.

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