Dank zahlreicher aktiver Vereinsmitglieder und Sponsoren kann das Freibad in Dedeleben auch 2015 in Eigenregie weiter betrieben werden. Während der jüngsten Mitgliederversammlung sind die nächsten Vorhaben besprochen und Pläne konkretisiert worden.

Dedeleben l Wie bereits 2014 bei der Übernahme des Dedelebener Freibades durch den neu gegründeten Verein, waren auch diesmal keine Kommunalpolitiker zu Gast bei der Mitgliederversammlung, berichtete Vereinsvorsitzender Axel Küstermann. Erfreut erfuhren die Mitglieder, dass das Problem Rettungsschwimmer offensichtlich geklärt ist. "Wir haben seit 1. April 2014 einen Betriebsführungsvertrag mit der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) und mit Peter Hartmann, einem Rettungsschwimmer von hier." Der bekam jedoch inzwischen einen festen Arbeitsplatz außerhalb angeboten.

Dedelebens Seniorenheimbetreiber Tobias Krüger, Mitglied im Vereinsvorstand, half bei einer Lösung: Er beschäftigt künftig den Rettungsschwimmer außerhalb der Saison und in Schlechtwetterzeiten in seiner Einrichtung. "Damit können wir gut leben und haben Gewissheit, dass es funktioniert", sagte Küstermann. Hartmann ist bereits im vierten Jahr im Dedelebener Bad aktiv und organisiert dort auch sportliche Aktivitäten.

"Wir haben Glück, dass wir so nah an der Grenze zu Niedersachsen sind, da kommen doch viele junge Familien zu uns. Die Lage ist eben attraktiv", sagte der Vereinschef. Im Juni und Juli sei die Saison 2014 gut verlaufen. Die Kiosk-Versorgung der Gäste habe funktioniert und soll auch 2015 sichergestellt werden.

"Wir dürfen nicht euphorisch werden, wenn wir das positive Ergebnis sehen", mahnte er nach dem Kassenbericht von Silke Berbalk. "Wir müssen ein finanzielles Polster haben für das Folgejahr für Personal-, Wasser- und Stromkosten, laufende Reparaturen." Diese Kosten entstehen auch bei Schlechtwettertagen oder sogar -wochen.

Verein setzt auf viele Helfer

Die Gemeinde Huy hatte im vorigen Jahr noch die Kosten für die Neuanschaffung der Filtertechnik übernommen. "Das brachte einen um 25 Prozent niedrigeren Stromverbrauch."

Um künftig die Einrichtung betreiben zu können, sucht der Verein weitere Unterstützer. 121 Mitglieder gibt es. Nicht alle beteiligen sich über den Mitgliedsbeitrag hinaus an den Aktionen des Vereins. Vor allem sei es nicht gelungen, feste Sponsoren zu finden. Auch für die Teilnahme an der Ausbildung zum Rettungsschwimmer haben sich nur drei Mitglieder bereiterklärt. Durch "Klinkenputzen" gab es seitens der Bevölkerung finanzielle Hilfen. Richard Germer hat an der Vorderseite des Bades einen neuen Schriftzug angebracht.

Es bleibt noch viel zu tun im Bad. Volker Krause von der Arbeitsgruppe Gebäudetechnik/Handwerker berichtete von den Pflasterarbeiten, der Beseitigung von Leckstellen, Reparaturen am Durchschreitebecken. Auch die Jugendlichen hätten teilweise wie die Wühlmäuse gearbeitet. "Für 2015 setzen wir wieder auf viele Helfer", so Volker Krause.

Die Kassierung des Eintritts wird vollständig von Vereinsmitgliedern abgesichert. "Die Kassiererinnen sorgten aber auch für Ordnung und Sauberkeit. Sie reinigten die Umkleideräume und Toiletten, entleerten die Papierkörbe und gaben Liegestühle aus", berichtete Sabine Dunker.

Conny Hesse organisierte Veranstaltungen wie das Neptunfest, das Sommernachtsbaden, die Cocktailparty. Mit den "Original Langensteiner Blasmusikanten" gab es einen Frühschoppen und auch der Rettungstag fand "unheimlichen Zuspruch", sagte sie.

Um die Außenanlagen kümmert sich vor allem Armin Wilfling. "Es gab viel Arbeit mit der Laubbeseitigung, dem Heckeschneiden und der Beckenreinigung sowie beim Abtransport von Laub und Gestrüpp", informierte er. Die Pappeln auf dem Parkplatz mussten beschnitten, der große Filter entleert und wieder befüllt werden. "Unser Handicap sind die alten, unterirdische Leitungen", sagte der Vereinschef. Die Leckstellen seien nicht einfach zu finden. Deshalb muss in den nächsten Wochen geschachtet werden.

Zuschuss vom Landkreis

Für die Erneuerung des Daches auf dem Sozialgebäude hat der Landkreis zweckgebundene Mittel zur Verfügung gestellt. "Das Flicken hat nicht viel gebracht", berichtete Küstermann. Jetzt sind Fachleute gefragt. Der Zuschuss des Kreises reicht nicht aus und die Vereinsmitglieder hoffen, dass die Gemeinde wieder einen Zuschuss gibt.

Der nächste Arbeitseinsatz ist bereits für Sonnabend, den 7. März, geplant. Peter Hartmann hob die Hilfe der Firma Benda durch Technik und Maschinen für die Arbeitseinsätze hervor. Er regte an, dass das Bad künftig auch Volleyball-, Jugend- und Gymnastikgruppe nutzen.

Für die große Hilfe von Ortsbürgermeister Ricardo Dunker wurde gedankt. "Nicht zu vergessen die Badbesucher, die hoffentlich in der neuen Saison unserer Einrichtung die Treue halten", so Küstermann.