Der Huy-Burgen-Lauf wird von den Athenstedter jedes Jahr wie ein Volksfest gefeiert. Fast schon traditionell stellt Bürgermeister Ralf Barthel dazu eine Wettaufgabe.

Athenstedt l Für die Bewohner des 400 Seelen zählenden Ortes Athenstedt ist der Huy-Burgen-Lauf ein besonderes Ereignis im Jahr. Um dieses gebührend zu feiern, ließ sich Ortsbürgermeister Ralf Barthel (Buko) wieder etwas einfallen. Er wettete mit Rainer Skupin: "Wenn der erste Läufer auf dem Dorfplatz eintrifft, sind mehr Athenstedter auf dem Platz als Gäste", sagte Barthel. Gewonnen hat diesmal aber Rainer Skupin. Die Wette ist eine Spaßwette und wurde mit einem Fass bayrischem Bier eingelöst.

Dass die Athenstedter nicht nur feiern können, wurde den Aktiven des Burgenlaufes bewusst. Der Einlauf in den kleinen Ort, der seit Januar 2010 Ortsteil von Halberstadt ist, erfolgte stets unter dem Applaus der Zuschauer. Jeder Läufer wurde hier am ersten Etappenziel des zweiten Lauftages noch einmal richtig angefeuert.

Die Versorgungs- und Stempelstelle betreuten die Mitglieder der Ortsfeuerwehr und einige andere Bürger. Vor der alten Schule auf dem Kirchhof gab es einen musikalischen Kick für alle Läufer. Eric Wissel gab am Schlagzeug den musikalischen Takt für die weitere Laufstrecke vor. Mancher Gast blieb aber auch stehen und lauschte eine Weile. Dem nicht genug, hatten die Nachbarn gegenüber eine Sektbar aufgebaut.

Wissel und sein Bruder, der ihn manchmal auf dem Saxofon begleitete, richten es in jedem Jahr so ein, dass sie zum Huy-Burgen-Lauf in dem Ort ihrer Kindheit sind, inzwischen leben sie außerhalb Athenstedts. Beide nennen den Lauf einmalig in Deutschland. Führt er doch zur schönsten Jahreszeit durch den Huywald, die angrenzenden Äcker und durch blühende Streuobstwiesen und die kleinen Ortschaften der Region.

Bilder