Die Lüttgenröder Knirpse sind seit Montag wieder vereint. Fast auf den Tag genau ein halbes Jahr nach dem verheerenden Wasserschaden kann die Kindertagesstätte komplett genutzt werden.

Lüttgenrode l Geschafft. Ein halbes Jahr nach der plötzlichen Überflutung ist nun auch der Krippenbereich wieder zurück in Lüttgenrode. Sechs Zwerge waren seit Mitte November in Wülperode betreut worden, einer in Osterwieck. Der Kindergartenbereich - mit aktuell 28 Mädchen und Jungen - zog schon zum Jahreswechsel wieder nach Lüttgenrode, nachdem in der Einrichtung ein Notquartier geschaffen worden war.

"Die Kinder haben die Zeit gar nicht so als Belastung empfunden wie wir Erwachsenen", sagte Kita-Leiterin Heike Hundertmark-Wedde. Für die Knirpse war es auch eine spannende Zeit mit den vielen Handwerkern im Haus, die den überfluteten Bereich mit den drei Gruppenräumen, der Küche und zwei Sanitärräumen zunächst quasi in den Rohbau zurückversetzten und nach einer längeren Trocknungsphase alles neu aufbauten. "Die Zusammenarbeit mit den Handwerkern war sehr gut", sagte die Leiterin.

Die "alte" Kita war noch recht neu gewesen. Erst 2007 sind die Kinder nach dem Umbau der früheren Schule in die Tagesstätte eingezogen. Jetzt wurde der vorherige Zustand nicht einfach nur kopiert, die Räume sind farbenfroher als vorher gestaltet, auch das Mobilar, das bis auf Ausnahmen neu ist. "Jeder Raum hat ein anderes Gesicht." Die Eltern wurden bei einem Elternabend schon durch die Einrichtung geführt. Und sie haben weitere Hilfe angeboten. Eine große Spenden- und Hilfsbereitschaft hatte es schon nach der Überflutung durch einen Rohrbruch gegeben.

Eigentlich wäre der Wiedereinzug jetzt ein Grund zu feiern. Aber damit will sich "Lüttis Rasselbande", so der Name der Kita, noch bis Ende August Zeit lassen. "Die Kinder sollen erstmal ankommen, ebenso unser Team. Wir waren ein halbes Jahr auseinander", sagte Hundertmark-Wedde. Eine der fünf Erzieherinnen hatte ausschließlich in Wülperode gearbeitet, eine andere wechselte zwischen drei Orten.

Das Um- und Einräumen ist auch noch nicht ganz abgeschlossen. Draußen muss zudem noch der eigens angeschaffte Sanitärcontainer abgeholt werden.

Der Raum, den der Kindergartenbereich als Notunterkunft genutzt hatte, soll übrigens künftig ein Bewegungsraum werden.