Eine Fete zum Tanz der Hexen und Teufel, der Walpurgisnacht, haben die Mitglieder des Country- und Westernclubs Ostingersleben erstmals initiiert. Der Erfolg bei den Besuchern blieb nicht aus.

Ostingersleben l Walpurgis, das Fest der tanzenden Hexen und Teufel auf den höchsten Berggipfeln des Harzes, haben die Mitglieder des Country- und Westernclubs Ostingersleben ins Flachland geholt.

"Wir wollten mal etwas Neues probieren, was es so bei uns noch nicht gegeben hat", meinte Clubchef Ingolf Schulze. Er sollte nicht enttäuscht werden: Nicht nur, dass sich der Saal im Laufe des Abends gut füllte, viele Gäste hatten es sich nicht nehmen lassen, sich zünftig zu verkleiden. Hexen, Teufel, Mönche, Vampire und allerlei andere phantastische Gestalten bevölkerten eine Nacht lang den liebevoll dekorierten Saal. Einen ganzen Nachmittag lang hatten die Vereinsmitglieder gebraucht, um die Kulissen vom Westernstil ins Hexenhaft-gruselige zu verwandeln.

"Dass sich so viele Besucher so toll kostümiert haben, freut uns natürlich sehr", meinte Annegret Schulze, die selbst verkleidet an der exotischen Hexenbar den Ausschank mit übernommen hatte. Die zauberhaften Gebräue, für jede Verkleidung gab es ein Gratis-Getränk, gingen wie die sprichwörtlich warmen Semmeln über den Schanktisch.

Dank der Musikauswahl von DJ Jens war die Tanzfläche meist sehr gut gefüllt. Nur beim Auftritt der "Allerlaien" legten die tanzwütigen Hexen und Teufel eine Pause ein. Katrin Kaiser, Dörthe Krause, Annika Paulin, Kerstin und Winfried Otto hatten sich extra für den Walpurgis-Abend um den Hexen-Kessel im Zauberwald versammelt. Als Ossi-Göre, Carmen Geiss und Prinzessin verkleidet suchten sie einen Mann. Selbst die Hexe schien dem Vorhaben nicht abgeneigt, um künftig nicht mehr allein im Kessel rühren zu müssen.

Wer schon einmal eine Aufführung der Ingersleber Theatergruppe erlebt hat, der weiß, wie lustig und pointiert ihre Auftritte bis hin zum (natürlich) glücklichen Ende sind. Darauf war auch zur Feier der Walpurgisnacht Verlass.

Einige Sorgen hatte dem Club bis kurz vor der Veranstaltung noch die sanitäre Lokalität bereitet. Denn der Verein ist nach Auflagen der Verwaltung gerade dabei, eine neue Toilettenanlage für den Saal zu bauen. Ein georderter Toilettenwagen fiel wegen eines Defektes aus.

Kurzfristig klappte es jedoch mit einem Wagen aus Schöningen, der sich im Laufe des Abends sogar noch zu einem echten Renner entwickelte. Denn auch darin brauchte man auf Musik nicht zu verzichten. Die sei im Klo nämlich inklusive, schwärmten einige Gäste voller Begeisterung.

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