Haldensleben l Mit Vollgas radelten die Kinder der Erich-Kästner-Grundschule über ihren Sportplatz. Bei der Friedensfahrt wollten sie beweisen, wer der Schnellste ist. "Die Friedensfahrt ist eigentlich noch eine Tradition aus DDR-Zeiten, die von der Sportjugend Börde Mitte der 90er Jahre wiederbelebt wurde", erklärt Ralf Sacher, Geschäftsführer der Sportjugend. "Das Projekt soll zum einen die Ausdauer der Kinder schulen. Zum anderen sollen sie dabei auch lernen, fair miteinander umzugehen", so Sacher.

Dabei zeigten die Kinder, was sie in den vergangenen vier Tagen gelernt haben. Denn die Friedensfahrt gehört an der Erich-Kästner-Schule mit zum Programm der Verkehrserziehungstage. "Von der ersten bis zur vierten Klasse wird den Kindern je nach Altersgruppe in unterschiedlichen Situationen beigebracht, wie man sich im Verkehr zu verhalten hat und worauf sie achten müssen", sagt Lehrerin Martina Schneider.

Sportjugend ist Organisator

Dabei werden die Lehrer auch von der Polizei, dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) und dem Nahverkehrsservice Sachsen-Anhalt (NASA) unterstützt. "Die Polizei prüft, ob die Fahrräder der Kinder auch verkehrssicher sind. Das ist schließlich Grundvoraussetzung. Von den Mitarbeitern des DRK bekommen sie gezeigt, wie Verbände angelegt werden, aber auch, wie wichtig es ist, einen Helm zu tragen. Ganz besonders wollen wir aber den Eltern danken, die auch mit den Kindern trainiert haben. Ohne sie wäre das alles nicht möglich gewesen", betont Martina Schneider.

Der Verein der Sportjugend Börde organisiert die Friedensfahrt jedes Jahr an 25 Schulen im Kreis. "Die besten Fahrer dürfen dann am 8. Juli noch einmal zum Kreisausscheid in der Oschersleber Motorsport Arena an den Start", sagt Sacher. Für die Schüler der Erich-Kästner-Schule war das ein großer Ansporn, ordentlich in die Pedale zu treten.